Der Hubschrauber des Vereinsbesitzers des englischen Fußball-Ligisten Leicester City zerschellt nach dem Start neben dem Stadion. Unklar ist, ob der Milliardär an Bord war. Angeblich ja, sagt die BBC.

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Tragödie nach dem Fußballspiel: In unmittelbarer Nähe des Stadions des englischen Fußballclubs Leicester City ist am Samstagabend der Hubschrauber des Vereinsbesitzers abgestürzt.

Nach Angaben britischer Medien zerschellte der Helikopter des aus Thailand stammenden Milliardärs Vichai Srivaddhanaprabha auf dem Parkplatz neben dem King Power Stadion und ging in Flammen auf. Beim Sender Sky News berichteten Augenzeugen von einem riesigen Feuerball. Auf Bildern war ein Feuer auf dem Parkplatz zu sehen.

Leicester will Erklärung abgeben

Der Hubschrauber war nach diesen Berichten kurz zuvor im Stadion gestartet. Augenzeugen berichteten von einem plötzlichen Stillstand des Heckrotors. Die Maschine habe sich daraufhin wie ein Kreisel gedreht und sei unkontrolliert abgestürzt. Einer der ersten am Unglücksort sei Leicesters Torhüter Kasper Schmeichel gewesen, berichteten Augenzeugen dem Sender BBC.

Die Polizei in Leicester nannte unmittelbar nach dem Absturz keine Details und teilte nur mit, es gebe einen Einsatz am Stadion. Feuerwehren und Krankenwagen seien vor Ort, hieß es.

Leicester City kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt eine Erklärung abzugeben, sobald nähere Fakten bekannt seien. Die Polizei twitterte am Sonntagmorgen, die Untersuchungen dauerten an. Zudem seien Experten der Flugverkehrsbehörde AAIB zur Untersuchung des Unglücks eingeschaltet worden.

War der Klub-Boss an Bord?

Unklar war, wie viele Personen sich an Bord des Helikopters befanden und ob Srivaddhanaprabha selbst unter den Passagieren war. Der Sender BBC berichtete unter Berufung auf der Familie nahe stehende Quellen, der Milliardär habe sich an Bord des Unglückshubschraubers befunden.

Polizei und Rettungsdienste wollten sich bis zum frühen Sonntagmorgen nicht äußern. Leicesters Feuerwehrchef Andrew Brodie sprach zwar von einem "ernsten und tragischen" Unfall, machte aber unter Hinweis auf Familien, Freunde und Vereins-Fans keine Angaben zu Zahl oder Namen der Opfer.

Der thailändische Milliardär, der den Verein 2010 übernommen hat, lässt sich üblicherweise nach Heimspielen von Leicester City aus dem Stadion fliegen. Der in den blau-weißen Vereinsfarben lackierte Hubschrauber landet dafür regelmäßig am Mittelkreis.

Leicester City hatte am Samstagabend ein Ligaspiel gegen West Ham United bestritten (1:1).  © dpa

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