Die belgische Polizei hat eine offizielle Warnung vor Facebook-Emojis ausgesprochen. Das Netzwerk nutze diese als Instrument, um immer mehr Details über Nutzer zu erfahren.

Die kleinen Bildchen sollen Alternative zum "Like"-Button werden.

Seit Februar 2016 können Nutzer von Facebook Beiträge nicht nur liken, sondern auch mit verschiedenen anderen Gefühlen auf Postings reagieren. Die Palette reicht hier von Liebe, Lachen und Erstaunen bis zu Trauer und Wut.

Die belgische Polizei hat nun auf ihrer Website eine offizielle Warnung vor dem Gebrauch dieser Emojis veröffentlicht. Die Buttons räumen den Nutzern demnach zwar mehr Möglichkeiten ein, können aber auch genutzt werden, um immer mehr über deren Abneigungen und Vorlieben zu erfahren.

Der Behörde zufolge bestehe die Möglichkeit, aufgrund der geäußerten Reaktionen viel individueller auf die Einstellungen der User einzugehen. Unter anderem sei deshalb der Aufbau von Werbeprofilen denkbar, die genau auf den Nutzer zugeschnitten sind.

Diese gemessenen Einstellungswerte seien eine Gefahr für die Privatsphäre, könnten sich auf eingeblendete Werbung und Sonderangebote auswirken und zu individuell verschiedenen Preisen im Onlinehandel führen.

Als erstes Land der Welt wird Finnland seinen Bürgern eigene Emojis zur Verfügung stellen. Sie zeigen charakteristische Motive für die Skandinavier - wie zum Beispiel Mann und Frau in der Sauna, ein geradezu antikes Nokia-Handy oder einen headbangenden Hardrocker.