Der ADAC und die Stiftung Warentest haben 16 Babyschalen und Kindersitze bei einem Frontalcrash getestet. Bei den meisten Produkten ist das Ergebnis recht ordentlich. Allerdings fielen zwei Sitze mit einem besonders schlechten Crashverhalten auf. Das sind die Ergebnisse.

Wieder einmal hat der ADAC in Kooperation mit der Stiftung Warentest die Sicherheit bei Kindersitzen ganz genau unter die Lupe genomkmen. 16 aktuelle Modelle – von der Babyschale bis zum gewöhnlichen Kindersitz – hat der Automobilclub mit einem Crashdummy bestückt und in einer aufwendigen Unfallsimulation physikalischen Bedingungen ausgesetzt, die auch bei einem echten Unfall auftreten würden. Das Ergebnis in einem Satz zusammengefasst: Die meisten der getesteten Modelle (für Kinder ab der Geburt bis etwa zwölf Jahre) schützen gut.

Licht und Schatten im ADAC Kindersitztest

Spitzenreiter des Tests sind die beiden Babyschalen Cybex Aton M i-Size & Base M i-Size und Cybex Aton M i-Size für die Allerkleinsten (bis 87 cm Körperlänge). Mit den Noten 1,6 (mit Isofix-Halterung, rund 350 Euro) und 1,8 (ohne Isofix, rund 200 Euro) liefern die beiden Modelle beste Ergebnisse: In den Kategorien "Sicherheit" und "Bedienung" macht den beiden Modellen so schnell kein anderes Produkt etwas vor, urteilen die ADAC-Experten.

Einem Front- und Seitencrash halten die Sitze optimal stand. Und das, obwohl sie sich besonders leicht handhaben und im Fahrzeug montieren lassen. Auch zwölf weitere Modelle mit teil sehr unterschiedlichem Preis liefern den Testern keinen wirklich Grund zur Kritik.

Recaro Optia und Jané Grand fallen durch

Doch es gibt zwei besorgniserregende Ausreißer: Das Modell Recaro Optia löst sich beim simulierten Frontaufprall von seiner Smart-Click-Basis und fliegt beinahe durch die gesamte Prüfhalle. Testurteil: mangelhaft. Ähnliche Ergebnisse liefert auch der Jané Grand, bei dem sich ein ähnliches Bild mit sich lösenden Isofix-Halterungen zeigt, wenn er auch nicht so weggeschleudert wird wie der Recaro-Sitz.

Der ADAC hatte dieses Ergebnis bereits im Juli 2017 vorab bekannt gegeben. Der Optia hatte zuvor bereits 2016 im Test versagt, damals noch mit der Basis "Recaro Fix". Recaro ersetzte sie daraufhin durch das System "SmartClick", das Ergebnis beim aktuellen Crashtest war aber gleich. Die Firma hat das Modell inzwischen vom Markt genommen. Bereits gekaufte Sitze können umgetauscht werden. Beim Hersteller Jané gibt es das zwar nicht, aber immerhin wird eine kostenlose Reparatur angeboten.

Teuer ist nicht gleich gut

Der Automobilclub resümiert, dass Preis und Leistung bei Autokindersitzen nicht immer zwingend zusammenhängen. Die mangelhaften Modelle von Jané und Recaro seien mit 280 und 330 Euro sogar relativ teuer. Sitze mit guten Ergebnissen gebe es aber schon ab rund 140 Euro. Auch ältere Modelle mit Top-Ergebnissen sind noch auf dem Markt.  © 1&1 Mail & Media / CF

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