Vor 50 Jahren startete mit Sputnik der erste Satellit ins All
Von Christian Flier
Nur sechs Jahre nach der Landung Neil Armstrongs mit der amerikanischen Apollo gab es 1975 ein erstes friedliches Zeichen zwischen den beiden verfeindeten Weltraum-Nationen. In ihren Umlaufbahnen um die Erde dockten ein Appollo- und ein Sojusraumschiff aneinander an, so dass Alexei Leonow, Waleri Kubassow, Thomas Stafford, Vance Brand und Deke Slayton die Stationen wechseln konnten.
Während die Sojus nach der Mission sicher in der kasachischen Wüste landete, entging die US-Crew bei der Landung nur knapp einer Katastrophe. Die Astronauten vergaßen zwei Schalter für das automatische Landesystem zu betätigen, wodurch die Kapsel ins Trudeln geriet und die Besatzung die Landedüsen manuell abschalten musste.
Durch das Ausgleichsventil gelangten unverbrannte Gase in die Apollo. Vance Brand war nach der Wasserung 40 Sekunden bewusstlos. Weil die Kapsel auf dem Kopf landete, hatte Thomas Stafford Mühe seinem Kollegen die Sauerstoffmaske überzuziehen. Als die Appollo wieder aufgerichtet war, konnten die Amerikaner die Luke öffnen, die Gase verflüchtigten sich.
Mit der Mir in den 80er-Jahren bauten die Russen eine erste Raumstation in der Umlaufbahn der Erde auf. Auch hier arbeiteten die UdSSR mit den USA zusammen. Am 20. November 1998 schließlich startete an Bord einer russischen Sarja das erste Modul für die Internationale Raumstation ISS. Neben der NASA und der russischen Roscosmos ist auch die Europäische Raumfahrt-Agentur ESA und damit Deutschland daran beteiligt.
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