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17.05.2008, 12:00 Uhr

40 Jahre ESRO 2B: Europas erster Satellit im All in Kooperation mit

Vor 40 Jahren begann die einmalige Erfolgsgeschichte europäischer Raumfahrt: Am 17. Mai 1968 brachte eine amerikanische Scout-Trägerrakete den Strahlenforschungssatelliten ESRO 2B von Kalifornien aus erfolgreich in den Weltraum. Heute gehört Europa zu den führenden Raumfahrtmächten der Welt.

ESRO 2B ESRO 2B © NASA

Anfang der 1960er-Jahre schien eine europäische Erfolgsstory in der Raumfahrt zunächst undenkbar. Die Welt war durch die beiden Großmächte in Einflussgebiete aufgeteilt, in denen diese ihre Führungsrolle sowohl auf der Erde als auch im Weltraum umzusetzen verstanden. Dennoch ist es Europa in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums nicht nur zu den beiden Großen aufzuholen, sondern mit ihnen gleichzuziehen und heute ein anerkannter gleichberechtigter Partner zu sein. Eine Schlüsselrolle spielt bei diesem Prozess die 1975 gegründete Europäische Weltraumorganisation ESA.

Organisation ESRO: Anfang mit Hindernissen

Zunächst standen jedoch nationale Interessen verschiedener europäischer Staaten im Vordergrund. Insbesondere Frankreich und Großbritannien initiierten ambitionierte Raumfahrtprogramme. Sehr langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass ein Aufschließen zu den beiden Supermächten nur durch gemeinsame Anstrengungen möglich ist.

Das ESOC in Darmstadt Das ESOC in Darmstadt

1964 gründeten schließlich mehrere westeuropäische Länder zwei zwischenstaatliche europäische Organisationen für die Entwicklung und den Bau wissenschaftlicher Satelliten (ESRO) sowie die Entwicklung eigener Trägerraketen (ELDO), beide Vorläuferorganisationen der ESA. Während die ESRO mit dem Start und Betrieb von sieben wissenschaftlichen Satelliten erste beachtliche Erfolge in der gemeinsamen Arbeit verbuchen konnte, war der ELDO weniger Glück beschieden. Die seit 1964 entwickelte EUROPA-Trägerrakete konnte zu keinem einzigen erfolgreichen Start geführt werden. 1973 wurde das Programm schließlich eingestellt.

1972 wurden die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der ESRO erweitert. Das Wissenschaftsprogramm blieb ein Pflichtprogramm, an dem sich jeder Mitgliedsstaat (Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Schweden, Schweiz, Spanien) mit einem nach seinem Bruttosozialprodukt bemessenen Beitrag beteiligen musste. Neu aufgenommen wurde ein Programm für Anwendungssatelliten, an dem sich die Mitgliedsstaaten freiwillig beteiligen konnten. Eine weitsichtige Entscheidung, die unter Anderem zu den Meteosat-Wettersatelliten und deren Nachfolgern führte.

© European Space Agency

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