Auch Tiere gehen "auf den Strich"
Dass auch Tiere das praktizieren, was unter Menschen Prostitution genannt wird, darf man nicht mit gleichem Maß messen, denn Tiere kennen weder Ethik noch Moral. So ist das bunte Treiben im Tierreich vielmehr eine ungewöhnliche Art der Fortpflanzung oder dient, wie bei den Adeliepinguinen, dem Schutz ihrer Jungen:
Ein wenig mit den Augen klimpern, den Kopf in den Nacken legen - manche Pinguin-Damen haben es faustdick hinter den Ohren! Die Devise der Adeliepinguin-Weibchen lautet "Sex gegen Kies". Doch ist das Motiv von edler Natur: Sie brauchen den Kies für ihren Nestbau.
Um ihren frisch geschlüpften Nachwuchs bei Tauwetter vor dem Ertrinken zu schützen, betten sie ihn auf Nester aus Stein - je höher diese sind, desto geschützter sind die Kleinen. Leider aber sind die Steinchen in der Heimat der Adelie-Pinguine auf dem antarktischen Festland rar.
Deshalb gehen die Pinguin-Damen ihrem festen Partner bei Bedarf fremd und watscheln auf den Strich, wo Junggesellen im Freiland-Rotlichtviertel Steinchen gegen eine schnelle Nummer bieten.
Die Bonobos gelten als die Hippies unter den Affen. Ähnlich wie in den Kommunen der 70er-Jahre praktizieren sie die freie Liebe - Sex-Orgien sind keine Seltenheit. Wissenschaftler nennen sie deshalb auch "Kamasutra-Primaten".
Bei der Sex-Frequenz erblasst wohl so mancher Mann: Bonobos treiben es im Durchschnitt alle eineinhalb Stunden. Die Weibchen lassen sich für Sexspiele mit Nahrungsmitteln von den liebestollen Männchen ködern und verkaufen ihre Körper für eine Frucht.
Makaken-Damen sind nicht so leicht zu haben. Wollen die Männchen ihre Weibchen rumkriegen, müssen sie dafür tiefer ins Fell greifen: Statt mit Früchten bezahlen Makaken mit Streicheleinheiten, Fellpflege und Lausen.
Hier bestimmen Angebot und Nachfrage den "Preis": Stehen viele Weibchen zur Verfügung, bedarf es nur kurzer Liebkosungen seitens der Männchen, zeigen sich nur wenige Weibchen willig, müssen die Freier länger kraulen.
Die besten Chancen hat derjenige Affe, der sich kreativ zeigt und das Fell seiner Gespielin mit viel Fantasie bearbeitet. Durch solch ausgiebige Fellpflege kann die Sex-Frequenz der liebestollen Makaken-Affen auf bis zu drei Mal pro Stunde steigen.
Ganz so liebestoll geht es bei der Skorpionfliege nicht zu, denn das Weibchen ist ein verwöhntes Luxus-Girl - ohne Geschenk läuft bei ihr gar nichts.
Dazu ist die Dame auch noch wählerisch: Ihre Liebesdienste lässt sich am liebsten mit kleinen kulinarischen Köstlichkeiten wie Nektar und Honigtau bezahlen, aber auch für Früchte oder Insekten lässt sie sich zu einer Nummer hinreißen.
Doch hier ist Vorsicht geboten: Nur so lange die Dame speist, darf sich das Männchen nach Lust und Laune austoben.
Ist der Happen aber noch während des Aktes verzehrt, muss der liebestolle Flieger so schnell wie möglich nachlegen, sonst ist das Liebesspiel aus.
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MG2
Dienstag, 10.11.2009, 16:52 Uhr Oh Mann, was für ein Unsinn., Aber Sex verkauft sich ja immer gut. Hab gerade schön geschmunzelt!! -
Fumin
Dienstag, 10.11.2009, 14:44 Uhr In der Entwicklunggeschichte ist der mensch den tieren ja nur in Relation ein paar Sekunden voraus. D.h.zu 95 % dominieren noch die " tierischen Gene" und darüber ist nur eine hauchdünne Schicht aus Moral, Traditionen, Kultur, Religion etc. ! Das bedeutet nichts anderes,als dass die Menschen permanent unterdrückt werden und ihre von der Natur!!!! bestimmten Triebe nicht ausleben können , sondern im Extremfall ( Islam) für kleinste Vergehen hart bestraft werden! Genau genommen was spricht eigentlich dagegen, wenn eine familienmutter oder Studentin, ihr Einkommen gegen bestimmte Liebesdienste aufbessert- gar nichts! Es wird dabei keiner umgebracht, betrogen etc.-aber nein man entrüstet sich unisono über solche ein Verhalten!Oder die sog. Jungfräulickeit-absolute Erfindung des Patriarchats und nicht naturgegeben! Aber natürlich wenn die Frau keinen Vergleich hat, ist auch der mieseste Liebhaber König! Also die Tiere leben authentischer und besser! -
schieber1
Freitag, 06.11.2009, 15:52 Uhr Das ist ja ne echte Schweinerei, müssen denn die Tiere alles negative von den Menschen übernehmen..........., oder war es vielleicht doch andersherum. -
unbenannt1
Freitag, 09.10.2009, 11:50 Uhr "Die Weibchen lassen sich für Sexspiele mit Nahrungsmitteln von den liebestollen Männchen ködern und verkaufen ihre Körper für eine Frucht. " lol -
mzo
Donnerstag, 08.10.2009, 17:44 Uhr Prostitution, die Fälle?? dann wärs ja auch Prostitution, wenn der Mann viel Geld und Essen nach Hause bringt, die Frau daher bei ihm is... der einzige mir bekannte Fall im Tierreich sind Stockenten, sie picken ein Weibchen raus und hoppen oft so lang drauf, bis es tot is. (naja, da ohne Gegenleistung, isses denn wohl doch eher reine Vergewaltigung) -
ESDMHUG
Donnerstag, 08.10.2009, 17:05 Uhr Zu dem Kommentar der grossen Nase muss wohl nichts gesagt werde.... Zum "Artikel" allerdings: Prostitution als Laster zu beschreiben, ist einfach nur falsch. Egal welcher Meinung man zu diesem Thema ist, es ist so Facettenreich, dass die bezeichung als "Laster" keiner Ausprägung gerecht wird. Dumm. Selbst für das extrem niedrige Niveau des Pop-Journalismus. Lässt man sich auf den Vergleich zwischen Menschlicher gesellschaft und Tiereich ein, und übersetzt diesen auf uns, ergibt sich, dass jedes Geschenk das Liebende (bzw. Vögelnde) sich machen, den Akt als solchen und die beschenkte Person zur/zum Prostituierten macht. Kamasutra-Affen ist wirklich lustig, geht wohl aus dem eventuell wissenschaftlichen Text ein, den der minderbemittelte Autor (von einem männlichen schreiber kann ausgegangen werden) als Ausgangspunkt hatte. Wer verbirgt sich hinter dem Kürzel "alfa"?
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