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Der Traum von der Unsterblichkeit und die Sehnsucht, ihn zu leben

Von Frank Aupperle

Der Weg der Medien - Unsterblichkeit durch Ruhm

Unsterblichkeit durch Ruhm - oder besser durch vermeintlichen Ruhm, also durch Berühmtheit - erlangen zu wollen, ist heutzutage zum Scheitern verurteilt.

Im Medienzeitalter steckt jeder, der nicht bis drei zählen kann, seine talentfreie Nase in eine Casting-Show oder tritt radebrechend in einer Talkshow auf. Andy Warhols Vision ist längst Realität: Jeder hat heute seine 15 Minuten Aufmerksamkeit und Berühmtheit, ganz gleich, ob er oder sie sich dafür eignet. Und durch diesen unreflektierten, gleichmachenden Effekt hat Berühmtheit, zumindest medial erlangte Berühmtheit, auch ihre Bedeutung verloren. Zudem ist der Weg, Unsterblichkeit durch einen Medien-Auftritt zu erlangen, ein absoluter Irrweg. Aber warum?

Solche Talkshow- und Casting-Auftritte sind zwar vorübergehend witzig und amüsant, und die Menschen, die den Auftritt gesehen haben, mögen darüber reden - aber Unterhaltung, so witzig und amüsant sie auch sein mag, zeichnet sich besonders durch zwei Eigenschaften aus: durch Kurzweil und Schnelllebigkeit. Und beide sind das Gegenteil von Unsterblichkeit: Bereits der nächste Tag bringt den nächsten Hingucker oder Trend.

Die Götter beneiden uns. Sie beneiden uns, weil wir sterblich sind. Weil jeder Augenblick unser letzter sein könnte. Alles ist so viel schöner, weil wir irgendwann sterben.

Der griechische Held Achilles zu Briseis im Kinofilm "Troja"

Wer seinen Namen groß verewigen möchte, der muss also auch Großes leisten. In diesem Sinn ist Martin Luther King unsterblich, und Gandhi, Mutter Theresa, Abraham Lincoln, Shakespeare, Goethe und Achilles sind es auch. Doch wer Menderes ist oder Johannes B. Kerner, das weiß schon in ein paar Jahren kein Mensch mehr. Und ebenso wird man dann fragen: Heidi wer?

Was würden Sie tun, wenn Sie unsterblich wären? Ist es überhaupt erstrebenswert, dass Menschen unsterblich sind? Diskutieren Sie mit.

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724 Meinungen zu "Der Traum von der Unsterblichkeit und die Sehnsucht, ihn zu leben "

  • Nikolaus12345
    Freitag, 14.10.2011, 11:13 Uhr
    Ihr tut mir fast Alle Leid. Was führt Ihr für ein Leben, dass es euch jetzt schon so öde und langweilig erscheint? Ich würde wenn es nach mir ginge einfach ewig leben. Ist es nicht schön sich jeden Tag immer auf was Neues zu erfreuen? Zu erleben wie neue Erfindungen entstehen, neue Entdeckungen? An immer neuen Sachen sich zu erfreuen, die man vieleicht nicht mal vermutet hatte. Immer neue Plätze auf unserer Erde kennen zu lernen, Menschen, Tiere und Flanzen selbst zu erleben? An neuen Hobbys sich zu erfreuen. Auf ein neues Wissen? Schon dafür ist unser Leben viel zu kurz, und habe manchmal das Gefühl, das mir die Zeit nicht reicht, alles was mir Freude jetzt schon macht, zu Ende auszukosten. Ich bin jetzt 59 Jahre alt, na und? DAS LEBEN IST EINFACH SO HERRLICH!!!!!!!!!!
  • Gartenteam12
    Donnerstag, 13.10.2011, 11:57 Uhr
    Nein, ich möchte auf keinen Fall unsterblich sein, denn ich merke mit meinen 69 Jahren schon manche Wehwechen, die ich als junger Mensch gar nicht kannte. Habe mich fast immer an Gesundheitsregeln gehalten und irgendwann in meiner 45Jährigen Ehe - von heute auf morgen - mit dem Rauchen aufgehört. Auch dass ich keinen Tropfen Alkohol mehr trank, verdanke ich meiner Frau.
  • LadyChatterley
    Dienstag, 12.10.2010, 17:08 Uhr
    *
  • loerci
    Mittwoch, 14.07.2010, 13:44 Uhr
    Nein, die Unsterblichkeit gibt es nicht!! Länger sicher, aber wie lebt dieses Individium, bestimmt nicht jung und schön, vielleicht noch reich ;)))) ?? Auf welche Weise und wer sollte dann bevorzugt so leben dürfen... ?? Auch die viel gepriesene Ewigkeit, alles religiöse Träumereien, die das Hirn zum Krüppel machen...Diese Reichen und Häßlichen mit ihren vielen Versuchen ....vielleicht macht das Gehirn die Unsterblichkeit nicht mit , sie werden alle degenerierte ...Stellt euch vor Merkel und Verein ewig, keinen Jungen Menschen , der nachrückt , Haleluja ;))
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