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30.10.2009, 11:09 Uhr

Gibt es ein Unfall-Gen?

(cze) - Wenn Sie das nächste Mal jemandem die Vorfahrt nehmen oder beim Einparken eine Stoßstange verbeulen, ist das vielleicht gar nicht Ihre Schuld. Vielleicht fahren Sie nur wegen eines Gendefekts schlecht Auto.

So könnte man das Ergebnis einer Studie der amerikanischen University of California in Irvine (UCI) deuten, über die die "Los Angeles Times" berichtet. Die Forscher fanden heraus, dass die Ausschüttung eines bestimmten Proteins im Gehirn unsere motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten beeinflusst.

Wenn wir Bewegungsabläufe neu erlernen oder koordinieren, also beispielsweise einen neuen Tanzschritt einstudieren oder eben Auto fahren, ist daran das Protein BDNF ("brain-derived neurotrophic factor") beteiligt. Bei 70 Prozent der Menschen funktioniert die Produktion des Proteins in unserem Gehirn einwandfrei, bei den restlichen 30 Prozent liegt eine Genvariante vor, die dafür sorgt, dass weniger davon ausgeschüttet wird.

In ihren Tests ließen Cramer und seine Kollegen eine Gruppe von Probanden mit dem Auto einen Hindernisparcours entlangfahren. Die Fahrer mit der Genvariante machten 20 Prozent mehr Fehler und schnitten auch bei einem zweiten Test vier Tage später schlechter ab - weil sie das Gelernte schlechter verarbeitet hatten.

Selbst der Hirnforscher Cramer zeigte sich erstaunt über die Ergebnisse. Dass eine solch geringfügige Genvariation derart große Auswirkungen auf unseren Alltag haben kann, hätten er und sein Team nicht gedacht, sagte er der "LA Times".

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18 Meinungen zu "Gibt es ein Unfall-Gen?"

  • notting
    Samstag, 07.11.2009, 13:34 Uhr
    @DerGerlod: Deine Gene basieren ja auf Genen, die du von deinen biologischen Eltern geerbt hast und wenn die halt scheiße sind... :-D (wobei: Bei Gendefekten müsstest du Mutter Natur verklagen :-))
  • Letterman
    Dienstag, 03.11.2009, 14:51 Uhr
    An all die Meckerfritzen und -ziegen: Schon mal drangedacht, dass es 1. Grundlagenforschung gibt, dass es 2. interessant ist, davon zu erfahren, auch wenn es keinen unmittelbaren Nutzen gibt, und dass 3. die Forscher vielleicht deswegen nur das Autofahren getestet haben, weil es besonders komplex ist und hohe Anforderungen an das räumliche Denken stellt und begrenzte Ressourcen weitere Testreihen mit anderen Tätigkeiten verhindert haben? Und an Fatima: Wo steht, dass bei nur 20% der Fehler entdeckt wurde. Ich habe im Artikel gelesen, dass die 30% Prozent mit dem Genfehler 20% mehr Fahrfehler gemacht haben. Also bitte zuerst sorgfältig lesen, dann großkotzig pseudofachsimpeln.
  • DerGerold
    Dienstag, 03.11.2009, 13:01 Uhr
    Kann man Gene auch verklagen? :-)
  • DerGerold
    Dienstag, 03.11.2009, 12:59 Uhr
    Selten so ein Schwachsinn gehört!!!! Obwohl - kein so übler Schachzug: erfindet (sorry "entdeckt" :-) der Mensch in Zukunft für all seine Fehlverhalten ein Gen, das für alles VERANTWORTLICH ist...:-) Für Morde, Für Vergewaltigung, für Alkoholsucht, für Aggression, für Rachsucht, für Lieblosigkeit... ...Hauptsache sich selbst einreden: "Nö, ich bin nicht schuld - das war DER da, das BÖSE Gen"....
  • brummhummel
    Sonntag, 01.11.2009, 12:33 Uhr
    Jetzt sind also schon die Gene dran Schuld wenn man mit dem Auto einen Unfall hat . Also nichts wie her mit dem ultimativen Gen Tests für alle damit es noch mehr Unterschiedskriterien gibt in Klassen einzutelten .
  • notting
    Sonntag, 01.11.2009, 09:53 Uhr
    @christus007: IMHO liegst oft auch daran, dass sich die Leute unübersichtliche Autos kaufen. Mit einem kleinen Auto ist man da auch schlicht auf Grund der geringeren Größe mal schnell im Vorteil.
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