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Ein Drittel Kind Vorsprung in Kooperation mit

In den nordischen Ländern hatten ähnliche Maßnahmen vor rund 20 Jahren Früchte gezeigt. 1978 wurde in Norwegen das Elternzeit-Geld an das individuelle Einkommen angepasst, zur selben Zeit stieg die Zahl der Zweit- und Drittgeburten.

1982 wurde eine ähnliche Regelung in Finnland geschaffen, und auch hier zog die Geburtenziffer an. Ähnliches passierte 1984 in Dänemark. Anders jedoch verhielt es sich 1974 in Schweden: Eine Erhöhung des Elterngeldes auf beinahe das Niveau des Einkommens vor der Geburt führte damals nicht zu einem Kurswechsel der sinkenden Geburtenrate.

Und Jan Hoem ist überzeugt: "Eine ganze Kultur muss aufgebaut werden. Deutschland steht eine Diskussion bevor, die in den nordischen Ländern bereits vor 40 Jahren stattgefunden hat." Ein Drittel Kind pro Frau haben die Deutschen gegenüber den Schweden aufzuholen - und das reicht nur, wenn sich diese in der Zwischenzeit keine anderen politischen Schachzüge einfallen lassen, um ihre Geburtenrate auch zu steigern.

Aus: MaxPlanckForschung; Autor: Ralf Grötker

© Max-Planck-Gesellschaft

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