Auf den Diagrammen, die die zukünftige Entwicklung der Bevölkerung darstellen, rücken die geburtenstarken Jahrgänge mit der Zeit immer weiter nach oben auf der Altersskala, während die Bevölkerung von unten nur spärlich nachwächst: Aus der Alterstanne wird ein Alterspilz. Im Jahr 2030 wird ein Großteil der Deutschen aus Sechzig- bis Siebzigjährigen bestehen. Heute sind diese Alten von morgen in den Enddreißigern und Vierzigern, und in Europa sind sie Spitze: Spitze im Überhaupt-keine-Kinderkriegen.
Innerhalb Deutschlands liegt das von Bevölkerungsschwund und Überalterung gezeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit an der Spitze im Trend zur Kinderarmut. Welcher Ort wäre passenderer für eine bevölkerungswissenschaftliche Forschungseinrichtung? Am Rostocker Max-Planck-Institut für demografische Forschung versucht man, den Ursachen des sich ändernden Geburtenverhaltens auf die Spur zu kommen.
Ein Mittel dafür sind Vergleiche zwischen den verschiedenen europäischen Ländern. Auf längere Sicht betrachtet, nimmt sich der Trend in Europa relativ einheitlich aus. Es fällt vor allem die generelle Entwicklung ins Auge: Seit mehr als hundert Jahren sinkt die Geburtenrate.
© Max-Planck-Gesellschaft
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