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19.01.2012, 15:51 Uhr

Totes Meer vor 125.000 Jahren fast verschwunden

Tel Aviv (dpa) - Das Tote Meer ist vor etwa 125 000 Jahren wegen einer Dürreperiode fast ausgetrocknet. Dies hätten Bohrungen eines internationalen Teams ergeben, teilte die Hebräische Universität in Jerusalem mit.

Der sinkende Wasserspiegel des Toten Meeres, des am tiefsten gelegenen Sees der Erde, bereitet Experten auch heute Sorgen.

Der salzigste See weltweit hat eine Wasserfläche von rund 700 Quadratkilometern, die in zwei voneinander unabhängige Seen geteilt ist. Im nördlichen, natürlichen Becken sinkt der Wasserspiegel jährlich um etwa einen Meter, während er in einem künstlich angelegten Teil an der Südseite wegen der Salzablagerungen steigt - und dies bedroht die anliegenden Bauten.

Das Bohrprojekt im Toten Meer hat nun ergeben, dass der See vor etwa 125 000 Jahren aufgrund klimatischer Veränderungen in der Region fast austrocknete. Die Forscher hätten von November 2010 bis März vergangenen Jahres an zwei Punkten gebohrt: einmal in etwa 300 Metern Tiefe in der Mitte des Sees sowie in der Nähe der Küste von Ein Gedi.

In einer Tiefe von etwa 250 Metern unter dem Meeresboden entdeckten die Wissenschaftler dicke Salzablagerungen. Dies sei ein Hinweis auf einen Zeitabschnitt, in dem der See fast verschwunden war. Darüber seien schlammige Erdschichten gefunden worden, die auf eine spätere, wasserreichere Zeit hinwiesen.

"Die Befunde wecken Sorge über den gegenwärtigen Zustand des Toten Meeres", heißt es in der Mitteilung der Universität. Heute sei vor allem der Mensch für das Austrocknen des Sees verantwortlich. Der Wasserspiegel liege gegenwärtig bei 426 Metern unter dem Meeresspiegel.

Das Tote Meer wird vor allem vom Jordan gespeist, es hat keinen Abfluss und verliert nur durch Verdunstung Wasser. Es werde aber zu viel Wasser aus dem Fluss - der wichtigsten Süßwasserquelle für Israelis, Palästinenser und Jordanier - abgepumpt, erklärten die Forscher.

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7 Meinungen zu "Totes Meer fast verschwunden"

  • Hongo
    Dienstag, 14.02.2012, 08:53 Uhr
    Komisch: EGAL was heute passiert, alle schreien "KLIMAWANDEL - Mensch hats verursacht!".... Wirklich?
  • maho76
    Samstag, 28.01.2012, 11:42 Uhr
    @drcomah: dass die natur den klimawandel verursacht bestreitet niemand, der sich auch nur mal eine 1/2 stunde mit dem thema befasst hat. problem an dem ganzen klimawandelsache ist dass der mensch dafür sorgt dass der zeitfaktor dieser natürlichen umbrüche rapide zunimmt, wodurch flora und fauna keine chance mehr haben sich genetisch daran über mehrere generationen anzupassen. was natürlicherweise 200 jahre dauern würde beschleunigt der mensch durch ein umkippen der zustände auf 20 jahre = keine chance auf eine anpassung. dass der klimawandel kommt ist nicht zu vermeiden, aber dass er zu schnell abläuft und deswegen statt 3000 tier/pflanzenarten 3.000.000 ARTEN sterben werden, daran ist diese vermaledeite zweibeinige spezies durch ihren raubbau schuld ;)
  • DrCoMaH
    Donnerstag, 26.01.2012, 09:31 Uhr
    Aha, vor 125000 Jahren also. Würde das heute passieren, würden alle schreien: "Hilfe, Klimawandel!!!" Es scheint aus unserem Bewusstsein verschwunden zu sein, dass solche Dürreperioden auch von Natur aus vorkommen. Aber das will ja keiner hören, weil es mehr Spaß macht, einfach mal sinnlos auf der bösen Spezies Mensch rumzuhacken, die ja ihren Planeten kaputtmacht.
  • Q00L
    Sonntag, 22.01.2012, 13:52 Uhr
    @Kaetzchen33 damalts war eine dürreperiode für das fast austrocknen des Sees verantwortlich, heute ist es der Mensch schuld der zuviel wasser entnimmt, wodurch der See austrocknet. Ich hoffe du verstehst das, damit solch unqualifizierte kommentare von dir die seltenheit bleiben.
  • buddenbaum
    Freitag, 20.01.2012, 17:20 Uhr
    Es gibt ein Sprichwort: " Was Hans nicht lernt, lernt Hänschen nimmer mehr!" und was sagte Greenpeace einmal: " Wenn der letzte Baum gefällt, das letzte Tier getötet und der letzte Fluss vergiftet ist, wird der Mensch merken, dass man Geld nicht essen kann!" Der Mensch lernt es nicht mehr, zwar stirbt die Hoffnung zuletzt, aber es zeigt mir bitte jemand, wann die Menschheit aus der Geschichte gelernt hat!!!
  • Aletheia2012
    Freitag, 20.01.2012, 13:03 Uhr
    na sollen die Leute dort doch einfach den Ast absägen auf dem sie sitzen. Vorher werden die dort nicht merken, dass sie selber Schuld dran sind.
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