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Beim Fischen geht es nur Fischen an den Kragen? Stimmt nicht!

Um der Problematik der schwindenden Bestände zu begegnen, rüstet die Fischerei indes technisch auf oder weicht auf Gebiete aus, die noch nicht leergefischt sind. Immer größere Schiffe schippern mit immer leistungsstärkeren Motoren durch die Wellen und können immer riesigere Netze auswerfen.

Beispielsweise sind solche leistungsstarken Gefährte mittlerweile in der Lage, kilometerlange Schleppnetze durch das Meer zu ziehen oder auch in die Tiefsee abzusenken. So genannte Baumkurren-Schleppnetze sind besonders bedenklich, da sie mit schweren Ketten den Meeresboden regelrecht umpflügen und so nicht nur die Kinderstube vieler Fische zerstören, sondern auch festsitzende Tiere wie Korallen und die dort vorkommende Flora – zum Beispiel Seegraswiesen.

Noch sei es aber nicht zu spät, den Exodus aufzuhalten, betonen Worm und Co. In 48 Meeresschutzgebieten hatten sie mitverfolgt, wie sich das Ökosystem in nur wenigen Jahren relativ gut erholte. Gegendmaßnahmen könnten also sehr wohl fruchten.

Nun ist es höchste Zeit, internationale Richtlinien für nachhaltigen Fischfang zu definieren. Ein Schritt in die richtige Richtung sind die Fischfangquoten der Europäischen Union, die die Landwirtschaftsminister der Mitgliedsländer für die wichtigsten Speisefische festlegen. Allerdings lassen sich die Verantwortlichen immer wieder von politischen Überlegungen leiten. So beschlossen die Landwirtschaftsminister, dass auch dieses Jahr der Fang von 20 000 Tonnen Kabeljau aus der Nordsee erlaubt ist. Und das obwohl Forscher schon länger anmahnen, um den Fortbestand diese Art zu sichern, müsse sie erst einmal eine Zeitlang komplett in Ruhe gelassen werden.

Sich international auf sinnvolle Maßnahmen zu einigen und vor allem dafür zu sorgen, dass diese dann weltweit von den Fischern auch konsequent umgesetzt werden, dürfte noch ungleich schwerer zu verwirklichen sein als auf EU-Ebene. Bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten endlich aufwachen. Ansonsten sind die Jahre wohl gezählt, bis wir uns das letzte Mal an kulinarischen Köstlichkeiten mit wilden Fischen und Meeresfrüchten erfreuen dürfen.

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1 Meinungen zu "Beim Fischen geht es nur Fischen an den Kragen? Stimmt nicht!"

  • Transformation
    Mittwoch, 04.11.2009, 13:49 Uhr
    Die Nachfrage bestimmt das Angebot! Also kann jeder bei sich selbst anfangen!
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