Eltern sollten Kindern Zeit schenken
Der Wunschzettel zu Weihnachten ist bei Kindern oft lang. Ist das Budget in der Familie knapp, wird es schwer, diese Wünsche zu erfüllen. Eltern können es in einem solchen Fall mit immateriellen Dingen versuchen: "Das bedeutet in erster Linie Zeit zu schenken, in der man etwas gemeinsam machen kann", sagte Siegfried Stresing vom Deutschen Familienverband.
Reicht das Geld für keine großen Geschenke, können das über die Feiertage verteilte Gemeinsamkeiten aufwiegen. "Das summiert sich für die Kinder in ihrem Empfinden auf." Das Ausprobieren eines neuen Spiels, eine Schneeballschlacht oder Plätzchenbacken bleibe Kindern in Erinnerung. So hätten sie beim Vergleich mit anderen nicht das Gefühl, leer ausgegangen zu sein.
Ungünstig kämen bei Kindern Gutscheine an. Denn oft erlebten sie, dass Versprechen nicht eingehalten werden. Durch solche Geschenke würden sie sich deshalb nur vertröstet fühlen.
Selbst wenn Eltern die Wünsche ihrer Kinder nicht erfüllen können, sollten sie diese nicht abschmettern. "Es ist fatal, dem Kind zu vermitteln 'Wir sind arm, wir können uns das nicht leisten'", sagt Stresing. "Dadurch fühlen sich Kinder minderwertig und ausgeschlossen." Besser sei es, das Kind in seinen Wünschen und Träumen zu bestärken. "Man kann das Kind zum Beispiel ermutigen, darauf hinzuarbeiten, dass es sich die Dinge später einmal selber leisten kann."
Ihren Kindern Zeit als Geschenk zu widmen, fällt allerdings vor allem Eltern mit einem oder gar mehreren Jobs schwer. Dann sollten sie versuchen, vor Weihnachten Prioritäten zu setzen: "Lieber den Weihnachtsputz streichen oder die Suche nach dem perfekten Baumschmuck einstellen." Dann bleibe mehr Zeit fürs Zuhören, spielen oder basteln.
Auch bei der weihnachtlichen Dekoration der Wohnung oder einem Adventskalender müssen Kinder nicht leer ausgehen. Aus alltäglichen Gegenständen wie Strohhalmen könne man zum Beispiel Sterne basteln. Das koste wenig Geld. Und ein selbst gemachter Adventskalender, in den Bonbons oder Stifte gesteckt werden, sei ebenfalls verhältnismäßig preiswert. "Und die Kinder merken daran: Das ist nicht einfach etwas Gekauftes, das wurde nur für mich gemacht."
1 Meinungen zu "Kindern Zeit schenken..."
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DarkForrest
Dienstag, 13.12.2011, 11:08 Uhr ich hab auch schon adventskalender selber gemacht, um anderen eine freude zu machen, aber ganz ehrlich: schaut man sich an, was die materialien dafür kosten bzw. süßigkeiten, um ihn zu befüllen, ist ein gekaufter oft günstiger. ansonsten ist die idee natürlich sehr schön. aber kindern zeit schenken. das sollte ne selbstverständlichkeit sein und das macht kinder auch glücklich, aber sobald sie im kindergarten oder spätestens in der schule sind, reicht das nicht mehr aus. und wenn man dem kind noch so viel zeit schenkt, wenn es nichts unter dem baum hat, wird es enttäuscht sein. spätestens aber, wenn es nur was kleines gab, das mit den geschenken anderer kinder nicht mithalten kann, wenn sie sich nach weihnachten austauschen. natürlich, jetzt als erwachsene erinner ich mich sehr gern daran, wie meine mutter früher mit uns plätzchen gebacken oder mit uns gebastelt und weihnachtslieder gesungen hat, aber wir hatten auch nicht viel geld und wenn dann die anderen kinder von ihren tollen geschenken erzählten und ich hatten nur was kleines bekommen, war ich dennoch enttäuscht und traurig. als erwachsener hat man da eher verständnis, weil man einen anderen blick auf die dinge hat, aber gerade kleine kinder verstehen sowas oft noch nicht.
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