"Vermeiden Sie auf jeden Fall Peinlichkeiten", betont die Benimm-Expertin Susanne Helbach-Grosser aus Schwäbisch Gmünd. "Verschenken Sie beim Wichteln keine erotischen Artikel, nichts Selbstgemachtes - außer Sie sind für Ihre Chutneys berühmt - und keine Kleidung." Intime Geschenke sind grundsätzlich tabu. Gleiches gilt auch für Deodorant oder Duschgels. "Bedenken Sie, dass ein verschenktes Parfum auch ein versteckter Hinweis auf schlechten Körpergeruch sein kann", erklärt Helbach-Grosser.
"Die Lieblingskollegin wird 'ihr spezieller Duft' allerdings erfreuen." Um negative Interpretationen erst gar nicht aufkommen zu lassen empfiehlt es sich schon im Vorhinein zu bedenken, wie das Präsent ankommen könnte. Schließlich ist das Schenken eine Form der Kommunikation. So ist es auch eine sehr schlechte Idee, den letzten Ramsch als Julklapp-Geschenk zu entsorgen. Aber auch zu teure Gaben kann der Beschenkte als Beleidigung empfinden, wirken sie doch oft wie Almosen.
Die Benimm-Expertin Marlies Smits hält besonders Geschenke mit erzieherischen Charakter für völlig unpassend. Fitnessgutscheine oder Abnehmbücher werden von Kollegen mit Gewichtsproblemen als Wink mit dem Zaunfall verstanden. Sie rät dagegen zu Präsenten, die Neigungen und Vorlieben der Beschenkten widerspiegeln. "Wer vor kurzem eine Kreuzfahrt in Skandinavien unternommen hat, wird sich sicher über einen entsprechenden Bildband, ein Weinliebhaber über eine Flasche Wein freuen."
Bei Geschenken unter Kollegen sollte es grundsätzlich nicht auf den Wert ankommen. Schließlich soll keine Verpflichtung entstehen, sondern ein Zeichen der Anerkennung gegeben werden. "Weihnachten kann zum Beispiel ein guter Anlass sein, mich bei meiner Kollegin, mit der ich jeden Tag acht Stunden zusammenarbeite, für das gute Miteinander zu bedanken", betont Smits.
Das heißt aber noch lange nicht, dass sich daraus die Verpflichtung ergibt, auch andere Kollegen zu bedenken. Um aber die Gefühle anderer nicht zu verletzen, sollten Kollegen private Geschenke auch nur im privaten Rahmen - unter Ausschluss von Publikum - übergeben.
So schön die Geste auch ist, einem lieben Kollegen etwas Gutes zu tun: Wenn Angestellte ihrem Chef ein Präsent machen, kann es problematisch werden. So etwas könnte ein missverständliches Signal sein. Denn nicht wenige Chefs werden sich fragen, ob sich der Mitarbeiter durch die Gabe beliebt machen will. Deshalb warnt Helbach-Grosser davor, als einzelner seinen Vorgesetzten zu beschenken. "Wird aber im Mitarbeiterkreis gesammelt, weil der Chef die Weihnachtsfeier persönlich bezahlt, ist ein gemeinsames Geschenk vollkommen in Ordnung. Einem passionierten Golfspieler können die Mitarbeiter zum Beispiel einen Sack Golfbälle schenken."
Damit das Geschenk auch wirklich gut ankommt, ist es gerade für neue Mitarbeiter wichtig, sich über die Gepflogenheiten in der Firma zu informieren. "Fragen Sie lieber nach, was üblich ist und halten Sie sich an Absprachen, zum Beispiel über die Höhe der Wichtelgeschenke", berichtet Smits.
Und noch einen Fauxpax sollten Mitarbeiter vermeiden: Etwas zu verschenken, das optisch nicht einwandfrei ist. Ein lädierter Pralinenkarton ist genausowenig ein ansehnliches Geschenk wie ein Präsent in verknüllter Verpackung. Doch auch wenn nicht jede Gabe im Herzen des Beschenkten Jubelstürme auslöst: Sich zu bedanken ist eine absolute Selbstverständlichkeit!
Noch besser ist es, das Präsent zudem auch noch zu würdigen. Smits: "Legen Sie das Geschenk nicht achtlos zur Seite, sondern halten Sie es e
Und noch einen Fauxpax sollten Mitarbeiter vermeiden: Etwas zu verschenken, das optisch nicht einwandfrei ist. Ein lädierter Pralinenkarton ist genausowenig ein ansehnliches Geschenk wie ein Präsent in verknüllter Verpackung. Doch auch wenn nicht jede Gabe im Herzen des Beschenkten Jubelstürme auslöst: Sich zu bedanken ist eine absolute Selbstverständlichkeit!
Besser ist es natürlich, das Präsent zudem auch noch zu würdigen. "Legen Sie das Geschenk nicht achtlos zur Seite, sondern halten Sie es einen Augenblick in der Hand. Wenn es Ihren Geschmack getroffen hat, sagen Sie es! Andernfalls finden Sie trotzdem ein paar freundliche Worte", rät Smith.
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