Der Fotograf spricht einige einleitende Worte, und natürlich kommt auch PJ Harvey selbst in den Kurzfilmchen vor. Diese unprätentiöse Mischung aus einfachen Filmaufnahmen, Fotos und dokumentarischen Elementen nimmt den Clips jegliche Aufdringlichkeit und verleiht ihnen eine abgehobene, aber durchaus nicht unsympathische Kunstfertigkeit.
Da sitzt Frau Harvey dann in einer rustikalen Wohnstube, bespielt die E-Gitarre und besingt ein aufgestelltes Mikrofon, so beiläufig wie die Bilder von Murphy durch britische Landschaftsfragmente rasen. England sollte durchaus nicht erschüttert sein über so viel eigene Schönheit, sondern sich bei PJ Harvey bedanken für eine Hommage, die größtenteils gar nicht so sperrig und weit weniger gitarrenlastig ist, als man es gemeinhin von ihr gewöhnt ist.
Landsleute läuten Glocken ("In The Dark Places"), sprechen auf der Straße in die Kamera und werden begleitet von trockenen wie verhallten Klängen, mit denen die Künstlerin offensichtlich gleichermaßen anklagt wie besänftigt. Eine kritische Lobhudelei, die sich vielleicht gar nicht entscheiden muss, ob sie ihr Land oder bloß die darin befindliche Regierung verabscheut, während glückliche Kühe auf den Wiesen von Somerset unbeeindruckt das Gras aus dem Boden rupfen.
Let England Shake
| Genre: | Rock/Pop |
|---|---|
| Vertrieb: | Universal |
| Studio: | Island |
| Bildformat: | 4:3 (Vollbild) |
| Tonsystem: | DTS, Dolby Digital |
| Sprachen: | Englisch (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1 / 2.0) |
| Untertitel: | Keine |
| Extras: | Keine |
| FSK: | ohne Altersbeschränkung |
| Laufzeit: | ca. 55 Min. |
| Preis: | ca. 19 Euro |
| VÖ: | 13.12.2011 |
| EAN-Code: | 0602527805405 |
Bewertung
| Filmbewertung | Bild | Ton | Extras |
|---|---|---|---|
| überzeugend | sehr gut | sehr gut | keine Wertung |
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