Russell Crowe gibt sehr überzeugend den Journalisten Cal McCaffrey, der einen Mordfall untersucht. Seine junge und ambitionierte Online-Kollegin Della (Rachel McAdams) kümmert sich um einen Selbstmord im Umfeld des Kongressabgeordneten Stephen Collins (Ben Affleck).
Ihre Recherchen überschneiden sich, und sie entdecken eine Vertuschungsaktion in politischen Kreisen. Es ist ein angenehm altmodischer Plot, in dem da agiert wird. Wichtiger als die Aufklärung diverser Morde, Verstrickungen und illegaler Einflussnahme auf Entscheidungen ist das Umfeld, in dem "State of Play" spielt: eine Tageszeitung mit neuen Gesellschaftern.
Gewinnoptimierung ist das oberste Gebot. Schneller, billiger Discount-Journalismus hat Konjunktur. Blutsauger und Blogger sind die neuen Herren im Haus. Die Chefredakteurin - Helen Mirren überzeugt in dieser Rolle - ist hin- und hergerissen zwischen neuen verlegerischen Zwängen und Loyalität zu ihren Journalisten.
Der spannende Film basiert auf einer Miniserie der BBC. Er führt die neuen Mechanismen des Mediengeschäfts gnadenlos vor und versteht sich als Plädoyer für die vierte Macht im Staate. Das mag naiv wirken und nostalgisch. Aber zum Nachdenken regt es an.
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