Die Betroffenen leiden unter Antriebshemmung, innerer Unruhe und Stimmungstiefs, oft plagen sie sich mit Selbstzweifel und Schuldgefühlen. Depressive Menschen nehmen die positiven Aspekte des Lebens nicht mehr richtig wahr, das sexuelle Interesse schwindet oder erlischt. Viele Betroffene sind in den schweren depressiven Phasen so gehemmt, dass sie nicht einmal mehr die einfachsten Tätigkeiten wie Einkaufen und Kochen ausführen können.
Im Extremfall treten massive Selbstmordgedanken auf, vermutlich geht ein Großteil der Suizide auf Depressionen zurück.
Die psychische Belastung äußert sich in körperlichen Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, Gewichtsab- oder –zunahme und Schmerzen in unterschiedlichen Körperregionen. Die Infektionsanfälligkeit ist oft erhöht.
Mittlerweile gibt es schon Online-Tests im Internet, bei denen man seine Neigung zu Depressionen testen kann. Diese Tests sind aber mit Vorsicht zu genießen und ersetzen in keinem Fall die Absprache mit einem Arzt!
Arten der Depression
Die häufigste depressive Erkrankung ist die "unipolare" Depression. Die Betroffenen leiden andauernd unter depressiven Phasen, es gibt keinen Wechsel zwischen Tief- und Hochphasen wie bei der manisch-depressiven Erkrankung, auch "bipolare affektive Störung" genannt. Manisch-depressiv Erkrankte leiden vor allem unter unkontrollierbaren und extremen Stimmungsschwankungen und pendeln ständig zwischen Hoch- und Tiefphasen.
Die so genannte „Winterdepression“ wird durch einen Mangel an Sonnenlicht ausgelöst. Trübes Wetter und dunkle Tage schlagen den Betroffenen auf das Gemüt. Es kommt zu einer anhaltenden Müdigkeit, Heißhunger auf Süßes und Gewichtszunahme. Allerdings ist die saisonal abhängige Depression eher selten und sollte nicht mit einer einfachen Niedergeschlagenheit in den Wintermonaten verwechselt werden.
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