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22.02.2012, 14:13 Uhr

Ekici: Fünf-Millionen-Mann auf Bremens Bank

Bremen (dpa) - Die Karriere von Mehmet Ekici ist ins Stocken geraten. Seit seinem Wechsel für rund fünf Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg zu Werder Bremen im vergangenen Sommer stößt der Fußball-Profi permanent an seine Grenzen.

18 Bundesligaspiele absolvierte Ekici für Werder bisher. Kein einziges ging dabei über die volle Distanz - überzeugen konnte der 21 Jahre alte türkische Nationalspieler nicht. "Bei allem Respekt für Nürnberg, aber Werder ist eine andere Nummer", sagte Clubchef Klaus Allofs dieser Tage über das Bremer Sorgenkind und dessen Anpassungsprobleme.

Sein bislang einziges Werder-Tor erzielte Ekici in der Hinrunde gegen seinen Ex-Club Nürnberg. Wenn die Franken am Samstag zum Rückspiel nach Bremen kommen, sitzt der Mittelfeldspieler wohl nur auf der Bank. Spätestens seit Marko Marins Gala-Auftritt beim 3:1 am vergangenen Wochenende beim HSV ist Ekici nur noch zweite Wahl.

Dies macht dem jungen Profi, der in der vergangenen Saison noch so großen Anteil am Nürnberger Aufschwung hatte, offenbar zu schaffen. Reden möchte der in München geborene Türke derzeit nicht. "Man merkt, dass er viel nachdenkt", sagte Werder-Kapitän Clemens Fritz.

An fußballerischer Qualität mangelt es nicht. Aber Ekici scheint blockiert. Ob es der Druck der Millionen-Ablöse ist, der Druck, an Werders berühmten früheren Spielmachern Johan Micoud, Diego oder Mesut Özil gemessen zu werden? Vielleicht sind es auch die eigenen Ansprüche, die zu groß sind. Nach seinem Wechsel litt Ekici zudem unter Leistenproblemen, später unter einer Bauchmuskelzerrung.

Diese Probleme sind nun überwunden. Im Winter-Trainingslager in Belek kündigte der Hochbegabte an, dies solle sein "Neuanfang" werden. "Ich will zu einem großen Spieler reifen." Offensichtlich beschlichen Allofs und Trainer Thomas Schaaf dort schon Zweifel nach der verkorksten Hinrunde des Neuzugangs. Im Januar holte Werder in Zlatko Junuzovic einen weiteren Konkurrenten. "Es ist immer gut, wenn jemand kommt, der uns weiterhelfen kann", sagte Ekici darauf tapfer.

Im Team haben sie fast Mitleid mit ihrem jungen Kollegen. "Memo ist ein ausgezeichneter Fußballer. Werder hat ihn ja nicht umsonst geholt", sagte Marko Arnautovic über Ekici. "Jeder ist verzweifelt, wenn er nicht spielt. Es klappt halt noch nicht so." Auch wenn Ekici am Samstag beim Spiel gegen seine alten Kollegen zuschauen muss, eins ist für Kapitän Fritz klar: "Er ist immer noch ein fester Bestandteil des Teams." Immerhin.

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20 Meinungen zu "Ekici: Ein Millionen-Fehlgriff?"

  • Cooller
    Donnerstag, 23.02.2012, 16:27 Uhr
    Die wollten bloß due Clubb schwächen. Die kaufen alle Talente in der ganze BL.
  • flausi
    Donnerstag, 23.02.2012, 11:58 Uhr
    Der Druck ist in Bremen zu groß. Der ganze Verein, inklusive Allofs und Schaaf genügen den Ansprüchen derzeit nicht. Die haben ganz klar die Champions-League, möglichst schnell im Visier. Ein Ekici braucht mit seinen 21 Jahren noch etwas Zeit. Die jungen Dortmunder, obwohl sie die Liga rocken, hatten ja auch in der Champions-League die Erfahrung machen müssen, dafür noch nicht bereit zu sein. Der Ekici soll zurück zum Club, sich noch 2 Jahre im Mittelfeld der Liga tummeln, um sich zu entwickeln. Erst dann kann man sagen, ob der Spieler zu höheren Aufgaben taugt oder nicht. Vereine wie Bremen sind nichts für junge Spieler, da werden sie verheizt. Der Kloppo in Dortmund macht das mit Gündogan besser, weil der Kader breiter ist, und der Gündogan bestimmt seine 1 bis 2 Jährchen Geduld vom Verein eingeräumt bekommt. Aber der Satz, das Bremen höhere Ansprüche als Nürnberg hat, wird den Bremern am Samstag sauer aufstoßen, wenn der Club 3 Punkte aus Bremen entführt...
  • Baseler
    Donnerstag, 23.02.2012, 11:17 Uhr
    @mattcon Vielleicht taugen sie auch einfach nicht viel, sogenannte "One Hit Wonder" gibt es in allen Branchen! Gerade "Kometenhaft" gestartete Fußballprofis, verglühten nach dem Wechsel, Schlaudraff brauchte fast 4 Jahre, um wieder an seine alte Klasse heranzureichen, einer der ganz wenigen, die es überhaupt geschafft hat!
  • Mattcon
    Donnerstag, 23.02.2012, 10:54 Uhr
    Also ihn jetzt schon als "Fehleinkauf" zu deklassieren oder wie Gündogan als "überbewertet" darzustellen, halte ich für abwegig. Manche Spieler benötigen eben oft auf Grund ihrer -vielleicht "sensibleren"- Charaktereigenschaften eine längere Eingewöhnungszeit bei einem neuen Club - und dann auch den entsprechenden Rückhalt und Zuspruch. Wie war es denn mit Kroos bei seinem ersten Jahr bei Bayern nach dem Wechsel aus Lev, oder auch derzeit Schürrle, spielt ebenfalls deutlich schlechter als noch in Mainz, da gibt es doch genügend ähnliche Beispiele.
  • commodore1978
    Donnerstag, 23.02.2012, 10:28 Uhr
    Shit happens ;-)
  • CaptainTurbo
    Donnerstag, 23.02.2012, 10:10 Uhr
    Ich denke auch, dass Mehmet Ekici überbewertet ist, ähnlich wie Ilkay Gündogan. Sind beide mit Sicherheit gute Techniker, aber das ist eben nicht alles. Gut, sie sind noch sehr jung und werden sich natürlich weiter entwickeln. Da sehe ich die Perspektive für Ekici größer als bei Gündogan. Er wird seine Chance an der Weser bekommen.
  • buchi
    Donnerstag, 23.02.2012, 09:54 Uhr
    Das er Fussball spielen kann,hat er bewiesen.Vielleicht ist es das umfeld.Siehe Zidan.der ist richtig aufgeblüht in Mainz.Er sollte sich durchbeissen,oder wenn möglich zurück gehen
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