Was wurde eigentlich aus...?
"Bomber der Nation" oder "kleines dickes Müller" wurde Gerd Müller früher genannt. Er ist ein Sportler der Superlative. In 1.204 Freundschafts- und Pflichtspielen erzielte er 1.455 Tore. In der Bundesliga-Saison 1971/72 glückten ihm unglaubliche 40 Treffer - einsame Spitze im deutschen Fußball-Oberhaus. Bei den beiden Weltmeisterschaften 1970 und 1974 versenkte er insgesamt 14 Mal den Ball im gegnerischen Tor. Erst bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland stellte Ronaldo mit 15 Treffern bei drei gespielten Turnieren den Rekord ein.
1979 folgte der damals 34-Jährige den Verlockungen der US Soccer League und spielte bei den Fort Lauderdale Strikers und Smith Brothers Lounge. Außerdem eröffnete er in den Vereinigten Staaten ein Restaurant, allerdings ohne Erfolg. 1981 ertränkte er sein Karriere-Ende in Alkohol. Doch alte Weggefährten wie Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß ließen ihn nicht fallen.
Nach einer geglückten Entziehungskur stellte Bayern München Anfang der 90er seinen Ex-Stürmer als Jugendtrainer ein. Der Vertrag bis 2010 ist alles andere als ein Almosen. "Ohne ihn wären wir vielleicht heute noch in dem alten Holzhäusl", äußerte sich Franz Beckenbauer vor einigen Jahren und hatte dabei im Hinterkopf, dass unter anderem Gerd Müller die Bayern in die europäische Fußball-Elite schoss.
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