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05.02.2012, 14:55 Uhr

Bund prüft Lager im Tessin für straffällige Asylbewerber

Straffällige Asylbewerber sollen im Tessin in gesonderten Lager untergebracht werden. Der Chef des Bundesamtes für Migration, Mario Gattiker, zeigt sich offen für die Idee des Tessiner Lega-Staatsrates Norman Gobbi.

"Kriminelle und straffällige Asylbewerber schaden unserem Asylsystem", sagte Gattiker in einem Interview, das in der "SonntagsZeitung" erschien. Da die Kantone für die Sicherheit zuständig seien, würden deren Vorschläge genau angeschaut.

"Niemand spricht von einem Internierungszentrum", stellt Gattiker klar. Wenn Asylbewerber aber die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdeten, sollten diese nach dem Willen der Tessiner Behörden gesondert untergebracht werden.

"Ich bin für diese Idee offen, denn wir wollen auch nicht, dass die grosse Mehrheit der Asylbewerber, die sich richtig verhält, unter dieser Minderheit leidet." Über den Vorschlag der Tessiner Kantonsregierung berichtete auch die Zeitung "Sonntag".

Konkret sollten Richter einem straffällig gewordenen Asylbewerber beispielsweise verbieten können, ein bestimmtes Quartier zu betreten. "Tut er das trotzdem, könnte der Strafrichter diese Person einsperren lassen." Der Tessiner Lega-Regierungsrat Norman Gobbi möchte dafür Container ausserhalb Chiasso aufstellen.

Im Tessin kommt es laut Gattiker immer wieder zu Problemen mit Asylbewerbern. Die 134 Plätze in der Empfangsstelle Chiasso seien voll ausgelastet, vor allem mit jungen Männern, sagte er. Als Massnahme finanziert der Bund deshalb ein Projekt zur Tagesbeschäftigung der Asylsuchenden mit 70'000 Franken.

© sda

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3 Meinungen zu "Tessin: Lager für Asylbewerber"

  • Flintstone1
    Montag, 06.02.2012, 11:21 Uhr
    Aber neiiiin, das dürfen wir doch nicht tun! Um Himmels Willen, das wäre doch nicht rechtens. Ich finde, wir sollten alles auf freiwilliger Basis machen. Wer nicht möchte, muss auch nicht. Wer gerne kriminell werden möchte, soll sich doch auch verwirklichen dürfen. Wer Drogen in einem Heim lagern muss, soll ein grösseres Zimmer kriegen, damit er Platz hat. Wer ausgeschafft werden soll, soll in ein Hotel wechseln dürfen. Wir Schweizer sind doch einfach gemein! Herzlos und grausam. Unsere Sozialarbeiter und Beamten wollen denen einfach unsere Regeln aufdrängen. Das ist interner Imperialismus! Inländischer Kolonialismus! Ich hab mal gehört, die haben nicht mal flauschige Badezimmerteppiche in den Asylheimen!
  • Aerbee
    Montag, 06.02.2012, 07:38 Uhr
    Die Richtung stimmt -endlich- Aber zum Durchgreifen braucht es dann auch das passende Personal. Ich schlage die Armee vor, in Zusammenarbeit mit Polizei und soziologisch geschultem Personal.
  • Rattenfaenger
    Sonntag, 05.02.2012, 16:32 Uhr
    Ich kenne diesen Gattiker von Bettwil her - er kommt aus der Hilfswerkindustrie, ist jetzt Chefbeamte im Asylwesen und redet mit gespaltener Zunge.
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