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05.02.2012, 14:02 Uhr

Temperatur fällt auf der Glattalp auf umstrittene minus 37 Grad

Die Schweiz hat eine weitere Eisnacht hinter sich. Auf der Schwyzer Glattalp fiel die Temperatur in der Nacht auf Sonntag auf eisige minus 37 Grad. Das ist die tiefste in diesem Winter gemessene Temperatur in der Schweiz. Und sie löst eine Kontroverse unter den Wetterdiensten aus.

Auf der Glattalp auf 1800 Metern über Meer fiel das Thermometer in der Nacht auf Sonntag auf minus 37 Grad, wie der Wetterdienst Meteomedia von Jörg Kachelmann mitteilte. Die Station des privaten Wetterdienstes steht in einer windstillen Senke, weshalb die Temperaturen dort stets besonders tief fallen.

Die Station entspreche den Anforderungen der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), sagte Jörg Kachelmann der Nachrichtenagentur sda. Der Temperaturfühler sei in 6 Metern Höhe installiert und liege damit - bei einer Schneedecke von rund 4 Metern - wie von der WMO gefordert 2 Meter über dem "Boden".

Kritik an Messungen

Wie beinahe zur Tradition geworden, lassen die Extremtemperaturen die Kontroverse zwischen den Wetterdiensten aufleben. MeteoNews will die Angabe ihrer Konkurrenz nicht anerkennen, weil sie die WMO-Konformität der Anlage bestreitet, wie sie auf Anfrage der sda festhält.

Sie vermeldet als Kälterekord des Winters den zweittiefsten Wert von 33,8 Grad, der in der Nacht auf Sonntag in Ulrichen im Walliser Obergoms auf 1345 Metern über Meer gemessen worden war.

SF Meteo wiederum, der Wetterdienst des Schweizer Fernsehens SF, und auch Meteomedia ziehen die Messung in Ulrichen in Zweifel. Dort liege so viel Schnee, dass die Temperatur nur noch wenige Zentimeter über der Schneedecke gemessen werde. Weil es direkt über dem Schnee deutlich kälter ist, als zwei Meter über dem Boden, fällt die Temperatur-Angabe tiefer aus, als sie sollte.

Bei MeteoSchweiz heisst es dazu auf Anfrage, man sei sich des Problems mit der Station in Ulrichen bewusst. In der eigenen Datenbank werde die Temperaturangabe deshalb nur "unter Vorbehalt" geführt.

Probleme auf Strassen und Schiene

Die sibirische Kälte setzte auch den Autofahrern und den Bahnen zu. Weil die Weichenheizungen ab einer Temperatur von minus 15 bis minus 20 Grad nicht mehr einwandfrei funktionieren, kam es trotz des Einsatzes von hunderten von Hilfskräften zu mehreren Weichenstörungen auf dem Bahnnetz.

Wegen schneebedeckter Strassen kam es vor allem am Samstag auch bei den Autoverladen Lötschberg, Furka und Vereina zu grösseren Wartezeiten. Zeitweise mussten Reisende in Kandersteg BE und bei Klosters GR bis zu eineinhalb Stunden mehr Zeit einplanen.

© sda

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7 Meinungen zu "Kälterekord: Fast minus 34 Grad"

  • Rabobank
    Montag, 06.02.2012, 10:06 Uhr
    Die Kältewelle, die wir gegenwärtig erleben ist eine Laune des Wetters; das hat mit Klima wenig zu tun. Die Klimaerwärmung schreitet leider weiter voran. Die Einstrahlung und die Abstahlung auf die Erde beträgt im Schnitt 342W/m2. Mit dem gegenwärtig natürlichen Treibhauseffekt ergibt sich weltweit eine Durchschnittstemperatur von +15°C. Ein wichtiges Element für diesen Treibhauseffekt ist das CO2 in der Atmosphäre. Der Mensch hat sich in die Lage versetzt Kohlenstoff, den die Natur in Millionen von Jahren in Form von Gas, Kohle und Erdoel in die Erdkruste eingelagert hat, innert ein paar hundert Jahren, in zunehmendem Masse durch Verbrennungsvorgänge wieder freizusetzen, das heisst den Anteil CO2 in der Atmosphäre zu erhöhen, was die weltweite Durchschnittstemperatur zunehmen lässt. Ist zum Beispiel die Ausgangstemperatur für ein Sommerewitter 1°C höher, wird dieses Gewitter 10% stärker sein, d.h. stärkere Aufwinde = grössere Hagelkörner.
  • beowulf74
    Montag, 06.02.2012, 08:41 Uhr
    @sandri14: Befinden wir uns wirklich in einer Phase der Klimaerwärmung? Natürlich, wenn man den weltweiten Messungen Glauben schenkt. Doch auch die selbsternannten Propheten des Klimawandels sind schon mehrfach ins Fettnäpfchen getreten. Man denke nur an ClimateGate und die gefälschten IPCC-Berichte zum globalen Temperaturanstieg! Heutzutage kann man sich nicht mehr sicher sein, wer hier lügt: die Verfechter oder die Gegner der These des menschgemachten Treibhauseffekts. Die Kontroverse unter den Klimawissenschaftlern ist sogar noch stärker ausgeprägt als jene unter den Wetterfröschen. Die gegenwärtige Kältewelle ist aber nichts aussergewöhnliches, so etwas kommt laut Wetterdiensten alle zehn Jahre mal vor. Allerdings habe auch ich das Gefühl, dass extreme Wetterbedingungen in unseren Regionen häufiger werden, man denke nur an die späten Herbststürme, die uns den ganzen Januar durch begleitet haben. Nun hält der Winter bei uns halt doch noch Einzug.
  • nuschka58
    Sonntag, 05.02.2012, 16:39 Uhr
    Gibt es denn überhaupt Jemanden den das ernsthaft interessiert??? Spielt es denn eine Rolle, ob es -30,6°, oder -30,5° kalt ist? Auch hier: Jeder will es besser wissen als der Andere. Hick-Hack nicht nur hier im Meinungsforum, sondern schon bald auf allen Ebenen. Ich freue mich an diesem "echten" Winter, staune, was die Kälte mit Wasser so alles erschafft. Tausend kleine Wunder. Und das bei - 21.6° und auch bei - 21,7°! :o)
  • sandri14
    Sonntag, 05.02.2012, 16:34 Uhr
    @RobinGoodRechtfuerAlle: Genau diese Kälte ist doch ein deutliches, unmissverständliches Zeichen für die Klimaerwärmung. Ich hab mich sehr gut über dieses Thema informiert und auch schon eine Arbeit darüber geschrieben und ein Referat gehalten. Die Klimaerwärmung setzt nicht unbedingt voraus, dass es überall auf der Welt wärmer wird. Das wird es sehr wahrscheinlich nicht! Etwas Anderes wird geschehen, oder geschieht schon jetzt: die Klimazonen verschieben sich. Das heisst, dass bei uns bald mal eine Wüste entsteht und dafür in Afrika eine Eiszeit ausbricht, oder umgekehrt. So genau kann das niemand voraussagen, man weiss nur, dass diese plötzliche und extreme Kälte ein schlechtes, wirklich schlechtes Zeichen ist! Wir sollten aufhören, unsere Umwelt zu zerstören, wenn es nicht den Anzeichen nach schon zu spät ist...
  • Rabobank
    Sonntag, 05.02.2012, 15:14 Uhr
    Eine dümmliche, sinnlose Rekordsucht, die hier wieder einmal ausgetragen wird.
  • Freude1herrscht
    Sonntag, 05.02.2012, 14:57 Uhr
    Obwohl ich auch der Überzeugung bin, dass die Seken der Glattalp zu den kältesten Gebieten der Schweiz gehört, bezweifle ich die Angaben von Meteomedia. Sie haben bisher einfach bereits zu viel gemogelt mit Messungen.
  • RobinGoodRechtfuerAlle
    Sonntag, 05.02.2012, 10:46 Uhr
    Klimaerwärmung wo bist du????? Ich friere mir den Ar.... ab!!!!!!!!!!!
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