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08.02.2012, 12:26 Uhr

Bundesstrafgericht spricht Hells Angel-Mitglied höhere Entschädigung zu

Das Bundesstrafgericht hat die Beschwerde eines Mitglieds der Hells Angels MC Zürich teilweise gutgeheissen. Die Bundesanwaltschaft (BA) muss ihm die Entschädigung um rund 8000 auf über 27'000 Franken erhöhen. Der Beschwerdeführer hatte weit mehr gefordert.

Der Mann war im Rahmen der Aktion der BA gegen den Hells Angels MC Zürich im April 2004 wegen des Verdachts der Beteiligung an einer kriminellen Organisation festgenommen und für 41 Tage inhaftiert worden. Bei einer Razzia wurden bei ihm zahlreiche Waffen, fünf Harley's sowie zwei Luxusautos der Marken Ferrari und Hummer beschlagnahmt.

Im August 2011 wurde das Verfahren jedoch eingestellt. Die BA sprach dem Hells Angel eine Entschädigung von 11'200 Franken zu. Zudem wurde ihm eine Genugtuung für die zu unrecht erlittene Untersuchungshaft von 8200 Franken zugesprochen. Auferlegt wurden ihm gleichzeitig 24'000 Franken für die Kosten der Strafuntersuchung.

Damit gab sich dieser jedoch nicht zufrieden. In einer Beschwerde an das Bundesstrafgericht forderte er eine Gesamtentschädigung von über 600'000 Franken.

Neben höheren Anwaltskosten machte er Schadenersatzforderungen für Wertverminderungen und Reparaturen seines Fahrzeugparks geltend. Zum einen hätten die während sieben Jahren beschlagnahmten Fahrzeuge an Wert eingebüsst. Zudem hätten sich diese bei der Herausgabe im vergangenen August in einem "geradezu desolaten Zustand" befunden.

Entschädigung leicht erhöht

In einem am Mittwoch publizierten Urteil befand die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts eine Gesamtentschädigung von 27'597 Franken als angemessen. Anerkannt wurden einzig höhere Anwaltskosten. Alle übrigen Ansprüche wies das Gericht ab.

Als verhältnismässig taxierte die Beschwerdekammer insbesondere die dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegten Verfahrenskosten von 24'000 Franken. Durch massive Drohungen gegenüber Dritten habe er das Verfahren "schuldhaft verursacht", heisst es im Entscheid des Bundesstrafgerichts.

© sda

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4 Meinungen zu "Mehr Geld für Hells Angel"

  • Adlerauge56
    Mittwoch, 08.02.2012, 16:43 Uhr
    Das was die Hells Angels angeben zu sein, nähmlich ein motorradclub, hat mit Motorradfahren nichts viel zu tun. Es ist eine kriminelle Organisation, obwohl leider nicht beweisbar, unter ihren Mitgliedern befinden sich nebst Bullen auch Anwälte und Juristen.
  • Trikeman
    Mittwoch, 08.02.2012, 16:32 Uhr
    Einfach nur lächerlich, was in der Schweiz abgeht, wir nähern uns nicht einer Bananenrepuplik, nein, wir sind eine !!! Man braucht sich nur die ganzen Leerläufe der Politik und Justiz in jedem Kanton und Bund anzuschauen. Da werden Millionen für nichts verschleudert durch vorgenannte Selbstdarsteller und Überforderte B und C Juristen, die uns Bürger das Leben schwer machen, aber durch das sali sali und Günstlings-Prinzip nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Warum kann der Staat ungestraft den Bürger bescheissen, der Bürger aber den Staat nicht ???!!! Leute wacht doch endlich auf und macht nicht immer nur den Schmittchen Schleicher !!! (Bin Schweizer und auch ein betrogener des Staates)
  • HastaLaVista
    Mittwoch, 08.02.2012, 15:32 Uhr
    Entschädigungszahlungen in Europa sind doch sowieso so was von lachhaft. Wo in den USA eine Null zuviel ist hintendran, ist da bei uns eine Null zu wenig hintendran!
  • schuppihaus
    Mittwoch, 08.02.2012, 14:50 Uhr
    Schweinerei was sich die Bundesanwaltschaft erlaubt hat.Und für sowas muss der Hells noch bezahlen.
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