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09.02.2012, 15:50 Uhr

Was macht ein Stinkefinger über St. Moritz?

(ncs/af) - "F*** you, Schickeria!" - Ist es das, was uns der Basler Künstler Nikolai Winter sagen wollte, als er einen überdimensionalen ausgestreckten Mittelfinger im Oberengadin aufstellte? Tatsache ist, dass die Skulptur auf dem Muottas Muragl dem Paradies der Reichen und Schönen, nämlich St. Moritz, den Stinkefinger zeigt.

Mehr als zwei Tonnen wiegt die 2,3 Meter hohe Frauenhand, die seit einigen Wochen das Bergpanorama ziert. Doch die Begeisterung der Schweizer gegenüber ihrem neuen Kunstwerk hält sich laut Winter in Grenzen: "Die Reaktionen waren sehr gemischt. Von absoluter Verständnislosigkeit bis zu grossem Lob war alles dabei. Aber das habe ich eigentlich auch nicht anders erwartet", gibt der Schöpfer der umstrittenen Skulptur gegenüber dem deutschen Nachrichtenportal "Spiegel.de" zu Protokoll.

Wer übrigens nur die Provokation hinter dem Stinkefinger erkennen will und nicht die zarte Ästhetik, die der Künstler in seinem Werk sieht, kann sich auch abseits der Luxusmeile St. Moritz über die Skulptur aufregen: Insgesamt sieben Modelle derselben Grösse hat Nikolai Winter bisher gefertigt, wovon eine nun in Basel steht und eine in einem namhaften Club in Zürich.

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10 Meinungen zu "Stinkefinger über St. Moritz"

  • UNI123
    Donnerstag, 19.04.2012, 09:30 Uhr
    Kunstschaffende und deren Mäzenen, welche einen Stinkefinger als Kunst bezeichnen, disqualifizieren sich selber.
  • Reaktorwahrheit
    Samstag, 31.03.2012, 16:30 Uhr
    Da fragt man sich wer die Genehmigung zum verschandeln der Umwelt gegeben hat. Wer es zu lässt einen Stinkefinger als Kunst aufzustellen der hat tatsächlich ein Problem.
  • chbahner
    Donnerstag, 16.02.2012, 11:48 Uhr
    Ich zähle mich auch zum gemeinen Bergvolk der Rhätier... Allerdings würde ich nicht den Künstler teeren und im See versenken,sondern diese Neureichen und Zweitwohnungsbesitzer zum Teufel jagen... Inklusive derjenigen "Einheimischen",welche am liebsten jeden Zentimeter unseres kostbaren-und kostbar meine ich nun wahrlich nicht finanziell-Engadiner Bodens (und auch derjenige einiger anderer Gemeinden) verschachern wollen.
  • augustinho
    Freitag, 10.02.2012, 13:00 Uhr
    Kleiner Denkanstoss für den Künstler: Diese "geschmacklose Skulptur", dieser "Schrott" würde sich auch in Zürich auf dem Paradeplatz sehr gut machen.
  • Nightforest
    Freitag, 10.02.2012, 11:07 Uhr
    Geniale Art und Weise um den reichen Egomannen und Zweitwohnung/Zweithaus-Besitzern dieser Welt die Meinung zu sagen ;-3
  • cricket37
    Freitag, 10.02.2012, 09:54 Uhr
    GENIAL! :-D
  • Rattenfaenger
    Freitag, 10.02.2012, 09:16 Uhr
    Vor noch nicht allzu langer Zeit hätte das gemeine Bündner Bergvolk diesen Basler Künstler Nikolai Winter geteert sowie gefedert und anschliessend mit einem Stein am Hals im St. Moritz See entsorgt.
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