Tauchboot kentert im Roten Meer: Drei Deutsche tot
Nach Angaben der Polizei vom Freitag zersplitterte das Glas des Bootes, als es von einer Welle gegen ein Korallenriff gestoßen wurde. Das Unglück geschah am Donnerstag bei Sturm und starkem Wellengang. Neben der ägyptischen Besatzung waren insgesamt 16 Touristen an Bord: zwölf Deutsche und vier Schweizer.
Vier Deutsche wurden laut Polizeibericht später wegen Verletzungen behandelt, die sie sich zugezogen hatten, als sie aus der Öffnung des Tauchbootes herauskletterten. Nach unbestätigten Angaben ägyptischer Medien sind unter den Verletzten auch Angehörige des Kindes. Den Tod des Ehepaares schilderte die Polizei folgendermaßen: "Der 53 Jahre alte Mann konnte sich retten und blieb zunächst unverletzt. Doch als er merkte, dass seine Frau (51) noch in dem Boot war, tauchte er hinab, um sie zu retten, und starb ebenfalls."
Das Boot mit dem Namen "Aquascope" war nach Angaben lokaler Medien an einem Strand in dem ägyptischen Badeort Hurghada gestartet und sollte die Urlauber in das Gebiet rund um die Insel Magawisch bringen. "Wir haben hier seit Tagen hohe Wellen und Sandsturm - vielleicht hätte das U-Boot bei diesem Wetter nicht in See stechen sollen", sagt der Betreiber einer Tauchschule, die zu einem der größeren Hotels in Hurghada gehört.
In einem ersten Bericht der ägyptischen Behörden hatte es geheißen, die drei Todesopfer seien ein Ehepaar und sein Sohn. Später stellte sich jedoch heraus, dass der Junge nicht mit den anderen beiden Todesopfern verwandt ist. Woher in Deutschland die Opfer kommen, war zunächst unklar. Das Auswärtige Amt hat sich nach eigenen Angaben in den Fall eingeschaltet. Der deutsche Generalkonsul informiere sich in Hurghada über den Stand der Ermittlungen.
Die Touristen hatten ihren Urlaub nach Informationen von Ägyptern in Hurghada in einem der günstigeren Hotels im Süden der Stadt verbracht. Wegen der politischen Unruhen in Ägypten meiden viele Urlauber derzeit das Land, weshalb die Preise für Pauschalreisen ans Rote Meer aktuell extrem niedrig sind.
Vor der ägyptischen Küste des Roten Meeres können Touristen Touren mit Glasbooten und Glasboden-Tauchbooten zu den Korallenriffen buchen, in denen man ähnliche Unterwasser-Erlebnisse hat wie Schnorchler und Taucher. Zu Beginn dieser Ausflüge werden in der Regel Schwimmwesten an alle Teilnehmer verteilt.
815 Meinungen zu "Deutsche ertrinken im Urlaub"
-
armerotto
Dienstag, 14.02.2012, 16:52 Uhr Deutsche saufen sich Urlaub zu tot. -
Amselbruetchen
Sonntag, 12.02.2012, 15:15 Uhr Lese ich S.1 Schwimmwesten, GS-Zeichen manche verstolpern sich auf der Treppe oder verhaken sich das Schuhwerk beim Autofahren, hier war es eben diese Art, Ergebnis jedenfalls: tot. Da hilft auch keine Lebenversicherung mehr. Artikel: "Wir haben hier seit Tagen hohe Wellen und Sandsturm - vielleicht hätte das U-Boot bei diesem Wetter nicht in See stechen sollen. Was will man machen, letztlich entscheidet jeder selber. -
silvana8
Samstag, 11.02.2012, 14:35 Uhr Sicherheit steht in fernen Urlaubsländern oft an letzter Stelle - sei es z. B. ein fehlendes Schutzgitter über der Absaugvorrichtung im Swimmingpool, ein blankes Elektrokabel in einem Fischerboot, wodurch Kinder von Touristen schon ums Leben gekommen sind, usw. usw. Und wenn man schon vom Geld der Touristen lebt, sollte man auch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen wie auch in diesem Falle..... -
amoro
Samstag, 11.02.2012, 13:26 Uhr Was für eine Tragödie. Der Mann starb beim Versuch seine Frau zu retten. Er starb in meinen Augen als Held. -
Egyptholiday
Samstag, 11.02.2012, 12:57 Uhr Schön, das hier soviel Mist geschrieben wird, vielleicht sollte ,al einer einen Gedanken daran verschwenden, daß das Boot hätte garnicht rausfahren dürfen, jeder vernünftige Bootsführer tut das bei entsprechender Welle nicht! @ Globales >> absolut unqualifizierter Kommentar, Du schaust eindeutig zuviele Werbespots
- Sportnachrichten
- Röttgen Rauswurf
- Thilo Sarrazin
- Börse aktuell
- Erdbeben Italien
- Newsticker
zu Nachrichten
Der Countdown zur EURO 2012 läuft...













