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Die skurrilsten Klagen in Amerika

Von Miriam Walker

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kann eigentlich jeder gegen jeden klagen. Deshalb müssen sich die Gerichte jedes Jahr mit völlig abgedrehten Klagen beschäftigen. Der "Stella"-Award zeichnet jährlich die skurrilsten Klagen und Gerichtsurteile aus. Die möchten wir ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Beginnen wir mit der Namensgeberin des "Stella"-Awards. 1992 kaufte sich die damals 80-jährige Stella Liebeck einen Becher Kaffee bei Mc Donalds. Den klemmte sich die Beifahrerin eines Autos sich zwischen die Knie, weil sie freie Hände brauchte. Ungeschickterweise verschüttete sie den Kaffee. Die rüstige Dame erlitt dadurch Verbrühungen dritten Grades auf dem Oberschenkel, musste eine Woche ins Krankenhaushaus und bekam sogar Haut transplantiert. Für Stella Liebeck ein Grund zu klagen! Schließlich wurde der Kaffee in ihren Augen absichtlich viel zu heiß gebrüht.

Und tatsächlich, die Anwälte konnten beweisen, dass McDonald's den Kaffee wissentlich bei so hohen Temperaturen brühte, dass tatsächlich derartige Verbrennungen entstehen können. Ihr wurden anfangs 2,7 Millionen US-Dollar zugesprochen. Der Richter reduzierte den Betrag jedoch im weiteren Verfahren auf schlappe 480.000 US-Dollar Schadensersatz. Ebenso bekam sie 200.000 US-Dollar Schmerzensgeld zugesprochen, das aufgrund ihrer Mitschuld auf 160.000 US-Doller gesenkt wurde. Macht insgesamt 640.000 Dollar für verschütteten Kaffee!

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  • Studi12
    Dienstag, 06.07.2010, 17:54 Uhr
    Ich bin mir ziemlich sicher - wenn wir hier ähnliche Regeln hätten wie in den USA würden wir hier auch ähnliche Prozesse führen (zum Teil sind wir da glaube ich auch schon sehr nah dran). Hier ist es nun mal so, dass man für einen bestimmten Schaden eine bestimmte Entschädigung bzw. ein bestimmtes Schmerzensgeld bekommt. Im Falle einer "verlorenen Hose" könnte man also höchstens darauf hoffen, diese Hose ersetzt zu bekommen. Dafür macht sich kaum jemand den Aufwand, eine Klage einzureichen (die vermutlich wegen Nichtigkeit abgewiesen würde). In Amerika ist es meines Wissens so, dass ein "Schmerzensgeld" dem Schuldigen auch weh tun soll. Eine große Firma oder eine gut verdienende Person wird daher immer auch viel Schmerzensgeld zahlen müssen. Und damit kann es sich dann für den Kläger schon lohnen - ein gewonnener Prozess (aus welchem nichtigen Grund auch immer) und man hat für sein Leben ausgesorgt. Ganz ehrlich - hier in Deutschland könnten da auch nicht so viele widerstehen, davon bin ich überzeugt.
  • pallacH
    Dienstag, 06.07.2010, 11:54 Uhr
    na, Ihr schlauen, kultivierten deutschen, habt Ihr wieder mal was um über die doofen amis herzuziehen? und seid selbst so doof, daß Ihr nicht merkt, daß man nur in einem klugen land solche prozesse öffentlich macht und über sie spottet.

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