"Brigitte" sagt Mager-Models den Kampf an
Die durchschnittliche "Brigitte"-Leserin habe keine Modelmaße. Sie sei 48 Jahre alt und um 23 Prozent schwerer als die Models, die ihr die neusten Mode-Trends schmackhaft machen sollen. Außerdem interessiere sie sich statt für die herkömmlichen Modestrecken vermehrt für alltagstaugliche Garderobe, was auch aus den Leserbriefen hervorginge.
Es seien die Modelabels, die die Moderedaktionen unter Druck setzten, so Lebert: Prada, Gucci & Co. stellten für Mode-Aufnahmen immer so kleine Kleidergrößen zur Verfügung, dass den Ressortleitern meist nichts anderes übrig bleibe, als entsprechend "dürre Mädchen" zu buchen.
Im Nachhinein würden die Fotos dann mit einem Grafikprogamm bearbeitet und die Proportionen der Mädchen künstlich dicker gemacht. Doch damit soll nun Schluss sein. Neben anderen internationalen Initiativen gegen den Mager-Wahn wagt die "Brigitte" nun als erste deutsche Frauenzeitschrift den Vorstoß gegen das unerreichbare Schönheitsideal.
Die britische "Vogue" hat es vorgemacht. In einem Brief an die Designer beklagte sich die Chefredakteurin des renommierten Mode-Magazins, dass die gelieferten Kleidergrößen nicht einmal bekannten Profi-Models passen würden.
81 Meinungen zu ""Brigitte" sagt Mager-Models den Kampf an"
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Mecki
Sonntag, 11.10.2009, 15:36 Uhr Ich lese Brigitte seit mehr als 40 Jahren. In letzter Zeit nur noch hin und wieder, weil für mein Alter keine Themen zu finden sind. Hat die Modebranche noch nicht gecheckt, dass es vor allem die Frauen über 50/60 sind, die auch noch etwas mehr Geld haben, um sich Klamotten zu kaufen? Und die haben keine Größe 34/36! -
BisschenDenker
Donnerstag, 08.10.2009, 16:35 Uhr @supi55: 1,67m Körpergröße bei 60 - 65 kg ist doch auch völlig o.k.! Und komme jetzt nicht wieder jemand mit irgendwelchen Ausnahmen. Sicher, wenn jemand Kraftsport betreibt und die zusätzlichen(!) Muskeln alleine 5 kg wiegen, dann kommt man damit nicht hin. Dann sieht man aber auch, dass es die Muskeln sind. :-) -
BisschenDenker
Donnerstag, 08.10.2009, 16:32 Uhr Und wieder gibt es dumme Leute, die ein "Daumen runter" verteilen, aber keine Gegenargumente in textlicher Form liefern. :-) -
supi55
Donnerstag, 08.10.2009, 13:33 Uhr Ja, das ist typisch, dass die Medien nur beide Extreme zeigen (links starkes Untergewicht, recht die Frau hat Übergewicht). Bei den 20 dünnsten Promis der Welt, die auf Viva gezeigt wurden, ging es um gesunde, toll aussehende Frauen, die bei 1,67 Meter Körpergröße z. B. 60 Kilogramm wogen. Das ist absolut Normal- oder Idealgewicht. Das waren meist Frauen mit tollen Rundungen. Viele von ihnen gelten sicherlich als Traumfrauen. Und diese Frauen hungerten sich dann z. B. von 60 Kilogramm auf 48 Kilogramm herunter, so dass bereits Knochen, Wirbelsäule usw. hervortraten. Ich glaube, dass ist auch das, worum es der Zeitschrift geht ... -
BisschenDenker
Donnerstag, 08.10.2009, 12:24 Uhr @Siegeszeichen: Nachtrag >>Jedenfalls sagen selbst Ärzte, dass es gesünder ist, um ein paar Kilos überhalb des "Normalgewichtes" zu liegen, als um dieselbe Anzahl Kilos darunter.<< Was soll denn eigentlich immer diese Vergleicherei der Extreme? Es KANN ja durchaus sein, dass die Ärzte mit dieser aussage Recht haben. Aber taugt das als Rechtfertigung dafür, nicht GENAU Idealgewicht zu haben? Von "darunter" sagt ja niemand was. Das klingt für mich so'n bisschen wie "klar habe ich Knieprobleme, weil ich zu schwer bin, aber die Ärzte haben gesagt, dass es immer noch gesünder ist, als wnn ich Lungenkrebs wegen des Rauchens hätte". Da vergleicht man Äpfel mit Birnen. Am gesündesten ist es BEIDES nicht zu haben. Ganz simpel. Beschönigungen sind Selbstbetrug. -
BisschenDenker
Donnerstag, 08.10.2009, 12:18 Uhr @siegeszeichen: Wieso verstehen Sie mich absichtlich falsch? Nett ist das nicht. Es geht hier um Durchschnittswerte. Und der Durchschnitt bildet sich nun mal nicht durch straighte Sportler. Das sagen sie ja selber ("Das führte dazu, dass ich in der achten Klasse in den Schultern bereits breiter war, als viele Jungs meiner Klasse."). Ihr Satz impliziert, dass sie auch breiter waren als die meisten anderen Mädchen in ihrer Klasse. Der Durchschnitt stimmte also wieder, auch wenn Sie mit ihren Mitsportlerinnen ihn etwas nach oben zogen. Keine Frau, die auf Grund körperlicher Ertüchtigung eine größere Kleidungsgröße benötigt, wäre so blöd, sich gedanklich unter den Dickeren einzureihen, die die gleiche Kleidungsgröße wie sie tragen. Stattdessen wird sie immer die Aussage treffen "eigentlich trage ich eine Nummer kleiner, nur meine Muskeln erfordern halt diese Größe". Ein Mann, der sich briete Schultern antrainiert und seine Hemden größer kaufen muss, trägt als Hosengröße ja auch weiterhin 'ne Nummer kleiner. Will sagen: Man weiss, dass man VOM SINN HER sehr wohl in die grobe Größeneinteilung passt, die ich oben umrissen habe, auch wenn man tatsächlich eine Nummer größer benötigt. Hätten Sie damals statt einer 42 eine 44 benötigt, hätten sie ja schliesslich auch gewusst, dass das zuviel ist. Nun zum Vorschreiben: Es gibt nur eine Kategorie, die Probleme damit hat, wenn man irgendwelche Anhaltspunkte setzt, nämlich die mit dem angeschlagenen Selbstbewusstsein. Alle anderen betrachten es einfach als Richtlinie, die man einhalten sollte, wenn man dem Durchschnitt folgt, und für die man SICH SELBST GEGENÜBER einen Guten Grund haben sollte, wenn man sie nicht einhält. Wenn ich also als Kerl Hosengröße 102 brauche, während der Durchschnitt der Männer meiner Größe in eine 98 passt, dann schreibt mir niemand vor, in eine 98 passen zu müssen, aber ich muss MIR GEGENÜBER zur Ruhe kommen, in dem ich einen guten Grund dafür finde, warum ich 'ne Nummer größer benötige. Und es urteilt mich auch niemand ab, wenn er mich als "dicker oder kräftiger als der Durchschnitt" bezeichnet. Ohne nähere Informationen hätte er damit ERSTMAL Recht. Für die - hoffentlich guten - Gründe bin ich selber zuständig. Hier in der Diskussion geht es ja um Vorbilder, also Models. Wenn die ZU dünn sind, dann ist es schlecht, sie als Vorbilder heranzuziehen, weil sie zu weit entfernt sind und außerdem auch noch ungesund wirken, wenn man es schafft ihnen nachzueifern. Also braucht man das gesunde Normal als Vorbild, oder, wenn man bereits fett ist, jemanden, der nur leicht zu dick ist (um überhaupt eine Chance zu haben, nicht frustriert zu enden). >Jedenfalls sagen selbst Ärzte, dass es gesünder ist, um ein paar Kilos überhalb des "Normalgewichtes" zu liegen, als um dieselbe Anzahl Kilos darunter.< Das sagen sie zur Beruhigung zu den älteren Leuten ab 35/40, garantiert aber nicht zu den Jüngeren. Ich habe den Spruch auch schon zu hören bekommen von einem Arzt, als ich 39 war. Grund der Bemerkung war, wie ich dann auch Nachfrage herausbekam, dass er mich von Diäten abhalten sollte. Die stattdessen notwendige Bewegung hat er mir als bekennendem Sportmuffel denn auch trotzdem ans Herz gelegt. (Nun, mittlerweile habe ich hier wieder viel körperlich zu tun, so dass ich die Bewegung bekomme). >So gesehen finde ich die weiblich proportionierte Dame noch mal so schön wie die dürre!< Es geht ja nicht um's "schön finden", denn das ist eh relativ und von Mensch zu Mensch verschieden, sondern es geht um Vorbildfunktion eines Models in Sachen Körperfett. Das sind zwei verschiedene Dinge. Eine Frau mit Kleidungsgröße 56 wird ein schon recht properes Model mit Größe 48 durchaus auch schön finden. Aber man darf nicht vergessen, wieviel Wunsch und Gewohnheit dabei ausmacht. -
siegeszeichen
Mittwoch, 07.10.2009, 12:46 Uhr Ich finde die Hungerlatte katastrophal. Die Frau auf dem anderen Bild hat eine schöne, weibliche Figur. Während das Kleid leider nicht die nötige Form hat, um ihre schöne Figur auch optisch zu unterstützen. Da muss ich oasenhoheit S. 8 ganz klar zustimmen. @bisschendenker S. 5 Es ist schon arg vermessen, der Gesamtheit der Frauen vorzuschreiben, dass sie von/bis dann und dann in ihrem Leben diese oder jene Größe zu tragen haben. Menschen sind unterschiedlich in Größe wie Dicke. Jemand kann sehr massiv aussehen und dabei trotzdem schlank aber eben verdammt muskulös sein. Ich habe von frühester Kindheit an viel Sport getrieben, auch Leistungssport. Unter anderem Schwimmen, Kugelstoßen und Kanufahren. Das führte dazu, dass ich in der achten Klasse in den Schultern bereits breiter war, als viele Jungs meiner Klasse. Dabei war ich trotzdem schlank. Allerdings habe ich aufgrund meiner Breite nur noch in eine Größe 42 passen können. Und wie mir ging es einigen Mädchen aus meiner Sportgruppe. Was nun? Wir passen damit überhaupt nicht in das von Ihnen genannte Reglement. Undiszipliniert, verfressen und fett war keine von uns! Deswegen: Bitte nicht immer so pauschal aburteilen wie die Größenvorgabe, die Sie anbieten! PS: Jedenfalls sagen selbst Ärzte, dass es gesünder ist, um ein paar Kilos überhalb des "Normalgewichtes" zu liegen, als um dieselbe Anzahl Kilos darunter. So gesehen finde ich die weiblich proportionierte Dame noch mal so schön wie die dürre!
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