"Conficker ist die größte Bedrohung des Internets"
Die Organisation "Digital Phishnet", die gegen Internet-Kriminalität vorgeht, warnt nun erneut vor der Schad-Software. Ihr gehören Internet-Provider, Software-Firmen und staatliche Behörden wie beispielsweise das FBI, der Secret Service und der Software-Riese Microsoft an.
Auf ihrer jährlichen Konferenz identifizierten sie den Wurm Conficker jetzt als "die größte bestehende Gefahr für die globale Netzstruktur". Sie schätzen, dass weltweit bereits sieben Prozent aller Rechner mit Conficker infiziert sind. Microsoft hat eine Belohnung von 250.000 Dollar für Hinweise über die Entwickler von Conficker ausgesetzt.
Der Wurm hat bereits bewiesen, dass er gefährlich werden kann. Im Frühjahr 2009 sorgte er weltweit für Schlagzeilen, als er Rechner der Bundeswehr und der französischen Luftwaffe lahmlegte.
Conficker verbreitete sich bereits Ende des Jahres 2008 durch eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows XP. Mittlerweile hat der Hersteller Microsoft allerdings ein Update herausgegeben, das diese Lücke schließt. Da weltweit jedoch bereits Millionen von PCs mit der Schad-Software infiziert waren und sich diese selbstständig neue Befehle aus dem Internet lädt und weiterverbreitet, wird die Bedrohung immer größer.
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Was die Entwickler des Wurms damit bezwecken, ist bislang unklar. Im schlimmsten Fall könnten sich sämtliche infizierten Rechner zu einem sogenannten Botnetz zusammenschließen und versuchen, die Kontrolle über wichtige Einrichtungen unseres sozialen Zusammenlebens zu erlangen - beispielsweise die Strom- und Wasserversorgung oder sogar Verteidigungssysteme.
Der Schädling kann sich über Wechselspeichermedien wie USB-Sticks, über E-Mails oder über Netzwerke verbreiten. Um zu verhindern, dass er wieder von einem infizierten Rechner entfernt werden kann, blockiert der Wurm Windows-Updates und Internetseiten von Firmen, die Software für PC-Sicherheit herstellen.
"Conficker hat deshalb so ein hohes Schadenspotenzial, da weltweit Millionen PCs betroffen sind", sagt Thomas Hungenberg vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Alle Internet-Nutzer sollten deshalb überprüfen, ob ihr Rechner von dem Wurm befallen ist. Dafür bietet GMX einen kostenlosen Sicherheitscheck an. Sollte ihr PC mit dem Wurm infiziert sein, stellt GMX Ihnen in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn hierfür eine kostenlose Reinigungs-Software zur Verfügung.
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