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04.01.2012, 16:10 Uhr

Spermienqualität: Trügerische Bassstimmen

Tiefe Männerstimmen wirken auf Frauen anziehend: Wie breite Schultern, schmale Hüften und ein markantes Kinn stehen sie für Maskulinität. Forscher haben untersucht, ob das tiefe Timbre tatsächlich auch Aufschluss über die Qualitäten eines Mannes als potenzieller Erzeuger gibt. Das Ergebnis: Beim Sex mit Tenören stehe die Chancen auf ein Baby womöglich besser.

Zu diesem Schluss kamen Forscher um Leigh Simmons von der University of Western Australia, als sie die Samenqualität von Männern mit deren Stimmlage verglichen. Für den Versuch rekrutierten die Wissenschaftlerinnen 45 männliche Studenten zwischen 18 und 32 Jahren. Sie mussten auf Tonband die Vokale a, e, i, o und u sprechen. Anschließend beantworteten die Teilnehmer Fragen zum Lebensstil wie Alter, Gewicht, Größe, sportliche Aktivität, Alkohol- und Koffeinkonsum, Ernährung, sexuelle Aktivität und möglichen Kontakt mit Spermien schädigenden Substanzen. All diese Faktoren haben Einfluss auf die Samenqualität.

Nach Abgabe einer Samenprobe machten die Teilnehmer außerdem Angaben über den Zeitpunkt der Ejakulation und den Abstand zum letzten vorangegangenen Erguss. Im Labor wurde dann die jeweilige Samenqualität bestimmt. Sie ist unter anderem abhängig von der Zahl der Spermien sowie deren Beweglichkeit.

Die Forscherinnen spielten die Stimmproben 30 Probandinnen zwischen 18 und 30 Jahren vor. Wie erwartet, fanden die Frauen tiefere Stimmlagen besonders attraktiv. Ein Vergleich mit der Samenqualität des Besitzers der Stimme ergab jedoch, dass diese Männer eine geringere Anzahl Spermien aufwiesen als jene mit höherer Stimmlage. Um ein Kind zu zeugen, reichte die Samenqualität aber bei fast allen Teilnehmern aus.

Sowohl maskuline Gesichtszüge als auch die Länge der Stimmbänder werden durch die Menge des Sexualhormons Testosteron bestimmt, die während der Pubertät im Köper zirkuliert. Warum ausgerechnet maskuline Typen eine schlechtere Samenqualität haben, darüber spekulieren die Forscherinnen noch. Allerdings zeigen Beispiele aus dem Tierreich, das dominantere Männchen weniger Spermien produzieren. Die Hypothese: Sie stecken zu viel Energie ins Balzverhalten oder den Kampf mit Konkurrenten. Da sie im Gegenzug aber häufiger Gelegenheit zur Kopulation haben, macht das die schlechtere Samenqualität mehr als wett. (cf) Quelle: Leigh Simmons: (2011). Low Pitched Voices are Perceived as Masculine and Attractive but Do They Predict Semen Quality in Men? PLoS One, 6 (12), 1-6

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89 Meinungen zu "Tiefe Stimme, weniger fruchtbar"

  • Desastermasterforyou
    Donnerstag, 15.03.2012, 11:04 Uhr
    ...und wieder eine Studie die die Welt nicht braucht. Ich glaube mich auch zu erinnern vor gar nicht all zu langer Zeit das genaue gegenteil gelesen zu haben.
  • Spannend
    Sonntag, 19.02.2012, 12:02 Uhr
    Dann haben die Eunuchen die höchst Spermienanzahl...?
  • SusanneSchwabe
    Sonntag, 12.02.2012, 15:24 Uhr
    Ich denke, dass es eher das Gegenteil ist ! Um so tiefer die Stimme einer Person, um so mehr Testosteron ist im Blut, was bei Männern die Produktion von Spermien ja anregen müsste ! Abgesehen heißt es ja auch im Artikel "Fruchtbar" und nicht zeugungsfähig, was ja wohl eher auf Frauen zutrifft, und dort auch stimmt, da durch viel Testosteron die Menstruation unregelmäßig wird, und bei sehr viel Testosteron, welches man als Frau natürlich extern nehmen müsste, da man als Frau ja so viel nicht selber in den Eierstöcken produzieren kann, sogar unfruchtbar macht !
  • acari
    Freitag, 06.01.2012, 15:16 Uhr
    @ querdenk Das glaub ich dir jetzt mal aufs Wort ;) Herzlichen Glühstrupf dir und deiner Frau :D
  • querdenk
    Freitag, 06.01.2012, 14:01 Uhr
    So ein Bullshit, bin selbst seit jeher die hessische Synchronstimme von Bruce Low und habe dabei 17 Kinder. So - ich muss jetzt los, ausnahmsweise nen alten Film von John Wayne vertonen und danach in die Klinik, meine Frau entbindet.......... :-))
  • kultbruder
    Donnerstag, 05.01.2012, 17:40 Uhr
    Männer mit hohen (Kastraten-)Stimmen kommen nur häufiger an bei Frauen, weil die instinktiv Eunuchen für nicht so gefährlich halten, siehe Boygroups und ähnliche Jodelbabys
  • soseies
    Donnerstag, 05.01.2012, 17:16 Uhr
    Also schön Kreide fressen, dann klappts auch mimm Nachwuchs ....
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