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27.07.2011, 09:24 Uhr

So ungesund sind Cola, Limo & Co. wirklich

Erstmals wissenschaftlich nachgewiesen: Schon der tägliche Konsum von nur drei Gläsern süßer Getränke kann zu Diabetes, Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Hirnschlag führen.

Von Jeannette Mayer

Wer täglich Cola, Limonade, Energy-Drinks oder ähnliche süße Getränke zu sich nimmt, schadet erheblich seiner Gesundheit. Das ist das Ergebnis einer Studie, die jetzt im US-Fachmagazin „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht wurde. Das Erschreckende: Schon die relativ kleine Menge von etwa drei Gläsern pro Tag reicht aus, um nach wenigen Wochen das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes signifikant zu erhöhen!

„Ich war überrascht, wie deutlich diese Ergebnisse waren“, sagt Ernährungswissenschaftler Kaspar Berneis von der Universität Zürich. Der Endokrinologe hatte anhand einer Studie erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen dem mäßigen Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks und einem erhöhten Gesundheitsrisiko nachweisen können.

Studie liefert eindeutige und erschreckende Ergebnisse

Für die Untersuchungen wurden junge, gesunde Männer zwischen 19 und 25 Jahren ausgesucht, um so eventuelle altersbedingte Gesundheitsstörungen auszuschließen. Über einen Zeitraum von drei Wochen mussten diese Probanden drei Mal am Tag ein Glas eines Süßgetränks zu sich nehmen, das jeweils zwischen 13,3 Gramm und 26,7 Gramm Zucker enthielt (zum Vergleich: Ein gängiger Energy-Drink enthält pro Dose etwa 30 Gramm Zucker).

Das Ergebnis: Bereits nach etwa drei Wochen wiesen die Testpersonen nicht nur einen größeren Bauchumfang vor, auch ihr Blutzuckerspiegel und ihre Cholesterin-Werte waren deutlich erhöht. Noch problematischer war jedoch die Tatsache, dass der Konsum der  Süßgetränke zu kleineren, dichteren LDL-Partikeln führte. Diese sind für Gefäßkrankheiten verantwortlich und können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um das Zwei- bis Vierfache erhöhen!

„Trinken Personen über einen längeren Zeitraum mit Fructose gesüßte Getränke, kann das Risiko für Gefäßverkalkungen mit allen Folgen wie Herzinfarkt oder Diabetes steigen“, resümiert Berneis die Ergebnisse seiner Studie. Dieser künstlich hergestellte Fruchtzucker bildet neben Wasser und Geschmacksmitteln die Hauptzutat für süße Softdrinks. Dabei werden den Getränken oftmals so große Mengen Fructose beigemischt, die vom Körper nicht mehr verarbeitet werden und ihm so schaden können.

Auch Diät-Limonaden sind mit Vorsicht zu genießen

Wer jetzt glaubt, mit kalorienreduzierten Softdrinks sei er aus dem Schneider, der irrt. Einer erst im Februar auf der Internationalen Schlaganfallkonferenz in Los Angeles vorgelegten Studie zufolge, können auch Diät-Limonaden erhebliche gesundheitliche Schäden – in erster Linie Herz-Kreislauf-Erkrankungen - zur Folge haben. So hatten laut dieser Langzeitstudie Personen, die regelmäßig kalorienreduzierte Limos tranken, immer noch ein um 61 Prozent höheres Risiko, einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder ähnliche Gefäßerkrankungen zu erleiden, als Menschen, die gar keine Limonaden konsumierten. 

Auch wenn die US-Forscher bislang keine eindeutige Erklärung für diesen Zusammenhang haben, bleibt festzuhalten: Diät-Limonaden sind offensichtlich kein optimaler Ersatz für ihre zuckerhaltigen Verwandten. Zumindest nicht, wenn es um die Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht.

 

 

© Leadsatz

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417 Meinungen zu "So ungesund ist Cola"

  • Oby
    Montag, 10.10.2011, 07:38 Uhr
    Wenn denn noch jeman ein Glas möchte, ............
  • Oby
    Sonntag, 09.10.2011, 08:06 Uhr
    "So ungesund ist Cola" So ungesund ist Cola gar nicht. Es ist eins der Umweltfreundlichsten und effizientesten Kloreiniger.
  • Donautaler
    Freitag, 05.08.2011, 15:01 Uhr
    Cola wurde doch von einem Apotheker als Arznei-/Stärkungsmittel erfunden - wer nimmt schon täglich Medikamente ein, ohne krank zu sein?
  • ErstDenk
    Montag, 01.08.2011, 10:18 Uhr
    Bei einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 45-85% ist diese Aussage definitiver Unsinn. Was allerdings die reine Wirkung der Kräuter im Absinth betrifft könnte es hinkommen.
  • Intelligence
    Samstag, 30.07.2011, 13:05 Uhr
    Übrigens ist Absinth nicht weniger ungesund als Cola...
  • ErstDenk
    Freitag, 29.07.2011, 11:00 Uhr
    Richtig, Süßstoffe können keine Insulinausschüttung hervorrufen. Es gab zwar Studien die scheinbar Hinweise darauf enthielten, dies konnte aber in der Folge weiterer Untersuchungen widerlegt werden. Eine einzelne Untersuchung hat in der Regel eine nur geringe Aussagekraft. Erst wenn mehrere voneinander unabhängige Studien zu gleichartigen Ergebnissen kommen kann man anfangen diese Ergebnisse für die gegenwart als gesichert zu betrachten. Wissenschaft ist doch etwas komplizierter als es sich manche vorstellen.
  • Treibsand
    Freitag, 29.07.2011, 09:20 Uhr
    @Lieselotte35 Selbst wenn Süßstoff eine Insulinausschüttung auslösen würde, käme erstmal die Gegenregulation in Gang – der Körper gleicht den Blutzuckerspiegel völlig automatisch aus. Die Insulinsynthese ist abhängig von der Glucosekonzentration im Blut. Da Süßstoffe keine Glucose = Traubenzucker enthalten, gibt es diesbezüglich auch keinen Zusammenhang. Würde Süßstoff den Blutzucker durch Insulinausschüttung senken, hätten Typ-2 Diabetiker eine recht einfache Therapie, oder? Zur Torte einfach 2 Süßstoff in den Kaffee, fertig...
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