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09.02.2012, 13:26 Uhr

Buddha im Club

Was in den 50er-Jahren mit selbst gebauten Hanteln in Garagen und Kellern unter dem Motto "Leibesertüchtigung" begann, hat sich längst zu einem lukrativen Wirtschaftszweig entwickelt. 3,36 Milliarden Euro beträgt der Nettoumsatz der Fitnessbranche bundesweit.

Konkurrenzkampf im Luxussegment

Mancherorts bahnt sich jetzt ein neuer Konkurrenzkampf im Luxussegment an. Experten unterteilen die Branche in drei Segmente: die Billiganbieter (Monatsbeitrag 20 bis 30 Euro), die klassischen Fitnessklubs (40 bis 60 Euro) und den Luxusbereich (ab 70 Euro). Die Grenzen verschwimmen allerdings immer mehr, der Konkurrenzdruck ist groß. Auch die günstigen Fitnesscenter haben meist gute Geräte und kompetente Berater, manche sogar einen kleinen Wellnessbereich. Gerade die Mitglieder mittelpreisiger Klubs orientieren sich oft um und treten entweder in einen billigeren Klub ein oder legen etwas drauf, um von dem umfangreichen Angebot der teuren Fitnesscenter zu profitieren.

Fitness und gehobene Gastronomie

Im Luxussektor tobt der eigentliche Konkurrenzkampf. Längst geht es nicht mehr nur um Fitness und Wellness, breit gefächerte Kursangebote und exzellente Kinderbetreuung, sondern auch um ein gesellschaftliches Klubleben. Luxusklubs wie das Hamburger Meridian Spa setzen auf große Flächen mit Fitnesslofts, Spa-, Wellness-, Sauna- und Poolbereich, zudem ein Yoga-Loft und große Außenbalkone. Meridian Spa will Kunden nicht nur durch die üblichen Fitnessangebote locken, sondern auch zum Beispiel durch Kochkurse in der gehobenen Gastronomie.

Sport und soziales Engagement

Andere Luxus-Fitnessklubs wie Holmes Place bieten ein Ambiente aus moderner Architektur und asiatischer Schlichtheit. Das Unternehmen verzichtet auf außersportliche Angebote, verfolgt mit der "life well foundation" aber einen sozialen Gedanken: hilfsbedürftigen und kranken Menschen bietet Holmes Place Stipendien in Form von Freimitgliedschaften.

Englische Club-Atmosphäre

Auch Aspria gehört in die Riege der Luxusklubs. Mit neuen Ideen will Unternehmenschef Brian Morris aus London nun in der Luxusklasse neue Maßstäbe setzen. So entsteht etwa in Hamburg ein sogenannter Members Club mit angegliedertem Vier-Sterne-Hotel. Die neue Anlage soll ein "third place" im Leben seiner Mitglieder werden, ein sozialer Ort neben Wohnung und Arbeitsstätte, mit einer Kombination aus Sport, Kultur und Business, großem Spa-und Wellnessbereich und gehobener Gastronomie. Das Ambiente des Bar- und Loungebereichs ist mit dunklem Holz, Chesterfield-Sofas und Ledersesseln, Kamin, gerahmten Bildern und schweren Leuchter eher gediegen und verströmt englische Club-Atmosphäre.

© Axel Springer AG

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