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04.02.2012, 16:27 Uhr

Durch den Winter wandern

Es ist eine Mischung aus Alpinski und Skilanglauf auf speziellen Schuhen. Alles über Schneeschuhgehen, die Wintertrendsportart des Jahres. Schon vor 10000 Jahren stapften die Menschen mit Platten unter den Füßen durch den Schnee. Man kam einfach leichter voran. Heute nennt sich das Wandern durch die Winterlandschaft Schneeschuhgehen.

2011 war es bereits Schwerpunkt auf der Sportfachmesse Ispo, jetzt ist das Schneeschuhgehen in den deutschen Wintersportgebieten angekommen. Damit dieser Trend nicht an Ihnen vorbeigeht, erklärt Peter Schlickenrieder, Vizepräsident des Deutschen Skiverbandes, worauf es beim Schneeschuhgehen ankommt.

Was ist Schneeschuhgehen?

Schneeschuhgehen (genannt Nordic Snowshoe Walking) ist Wandern im Schnee. Der Sportler trägt dabei einen breiten Rahmen unter den Schuhen, der das Einsinken im Schnee verhindert. Das erleichtert das Laufen. Hinzu kommen zwei Nordic-Walking-Stöcke, die dem Oberkörper Halt geben und ihn gleichzeitig trainieren.

Für wen ist die Sportart geeignet?

Für jeden gesunden Menschen, der eine gewisse Grundfitness hat. Man kann Tempo und Strecke der persönlichen Leistung anpassen.

Was bringt der Sport?

Bei diesem Sport sind 90 Prozent der Muskulatur über eine lange Zeit aktiv. Diese dauerhafte Stimulation ist ein super Ausdauertraining und bewirkt, dass sich der Körper gut fühlt. Zudem wird die Fettverbrennung angekurbelt und die Waden werden gut durchblutet. Das fördert den Blutrückfluss zum Herzen und hilft Menschen mit Venenproblemen.

Mit welcher Strecke sollte man anfangen?

Wer im Sommer sechs Kilometer pro Stunde schafft, legt beim Schneeschuhlaufen nur etwa ein Drittel zurück. Eine zwei Kilometer lange Strecke pro Stunde reicht für den Anfang völlig. Wichtig ist: Je tiefer der Schnee, desto schwieriger ist das Laufen darin.

Wo gibt es geeignete Strecken?

Für Anfänger eigen sich die Mittelgebirge, der Schwarzwald oder die Voralpen. Fortgeschrittene können höhere Alpenlagen ansteuern. Aber hier gilt: Wegen der Lawinengefahr sollten auch trainierte Personen eine geführte Tour wählen. Infos zu geeigneten Strecken geben unter anderem der Deutsche Skiverband und der Deutsche Alpenverein.

Wie sollte ein guter Schneeschuh beschaffen sein?

Schneeschuhe bestehen aus Plastik. Es darf kein billiger Kunststoff verarbeitet sein, damit der Rahmen nicht bricht. Die Zacken unter den Sohlen sollten aus Metall sein, in der Regel Aluminium. Gute Schuhe kosten ab 100 Euro.

Welche Ausrüstung ist sonst noch wichtig?

Stabile und wasserdichte Wanderschuhe. Sie sollten den Fuß ausreichend abstützen und am besten den Knöchel umschließen. Abzuraten ist von weichen Moonboots, darin hat der Fuß keinen Halt. Die Skistöcke können zudem mit sogenannten Schneetellern' versehen werden. Dann sinken sie nicht so leicht im Schnee ein.

© Axel Springer AG

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