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06.02.2012, 11:40 Uhr

Thomas Dold: Treppenhatz im Wolkenkratzer

Steinach (dpa) - Der Schwarzwälder Thomas Dold will zum siebten Mal in Folge den Treppenlauf im Empire State Building in New York für sich entscheiden. Sechsmal nacheinander hat er bereits die 1576 Treppenstufen als Schnellster hinter sich gelassen.

Der 27 Jahre alte Diplom-Ökonom aus Steinach in Baden-Württemberg hat sich vorgenommen, bei dem wohl weltweit bekanntesten Treppenlauf-Wettrennen an diesem Mittwoch (8. Februar) nach 86 Stockwerken wieder als Erster ins Ziel zu kommen. Das sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Keiner hat im Empire State Building mehr Siege geholt als Sie. Warum nehmen Sie die Strapazen dieses Jahr erneut auf sich?

Thomas Dold: "Ich habe eine Leidenschaft fürs Treppenlaufen. Der Lauf ist anstrengend, das Treppenhaus ist eng und stickig. Aber wenn man oben ist, hat man eine wahnsinnige Aussicht und ein unglaubliches Glücksgefühl. Deshalb suche ich diesen Wettstreit und will bei der Treppenhatz im Wolkenkratzer das Maximale rausholen. Und ich freue mich über den Erfolg: In 90 Prozent aller Wettkämpfe, an denen ich weltweit teilgenommen habe in den vergangenen fünf Jahren, bin ich Erster geworden. Zudem bin ich amtierender Weltmeister im Rückwärtslaufen."

Mit welchem Platz rechnen Sie nun in New York?

Thomas Dold: "Ich setze auf Sieg. Und hoffe, dass mir die Erfolge der Vorjahre Rückenwind verleihen. Für mich ist es wichtig, dass ich so schnell es irgendwie möglich ist im Ziel ankomme. Das heißt, vom Start weg gebe ich richtig Gas. Dann bin ich optimistisch, dass ich auch sehr weit vorne ankommen werde. Auch für die kommenden Jahren bin ich zuversichtlich, dass ich topfit sein werde. Das Alter bremst mich noch nicht so schnell aus."

Treppen hochrennen, das klingt nicht sehr abwechslungsreich. Was treibt Sie an?

Thomas Dold: "Ich finde es spannend, die eigenen körperlichen Grenzen auszuloten. Das Treppenlaufen ist hierfür ideal. Langweilig wird es beim Lauf übrigens nicht. Wegen der vielen Läufer ist es im Treppenhaus eng. Man muss schauen, dass man überholen kann und gut aneinander vorbeikommt. Man muss die ganze Zeit konzentriert und hellwach sein. Anders geht es gar nicht."

Wie trainieren Sie?

Thomas Dold: "Ich trainiere zwei- bis dreimal die Woche im Maintower in Frankfurt. Dieser ist zwar nur halb so hoch wie das Empire State Building, bietet aber gute Trainingsmöglichkeiten. Das Treppenhaus ist öffentlich nicht zugänglich. Ich habe eine Sondergenehmigung und laufe pro Training mehrmals bis ganz nach oben. Auch privat nehme ich lieber die Treppe, anstatt lange auf den Aufzug zu warten. Nach unten geht es dann aber fast immer mit dem Fahrstuhl, auch nach dem Lauf in New York."

Wieso das denn?

Thomas Dold: "Treppen hinunter zu laufen bereitet mir wenig Spaß, ist im Übrigen auch nicht gut für die Gelenke. Und es macht auch nicht so einen knackigen Hintern wie das Hochlaufen."

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1 Meinungen zu "Irrer Sprint im Wolkenkratzer"

  • Coockie
    Dienstag, 07.02.2012, 07:23 Uhr
    Wow, da fehlt jetzt noch ein Bericht über den Europameister im Austernwettessen und der Weltmeister im Kirschkernweitspucken. Am besten unter der Rubrik: Dinge die die Welt nicht braucht.
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