Basteln in Partystimmung
Von Kartoffeldruck bis Origami
Gemeinsam mit fünf anderen jungen Frauen organisiert die Hamburgerin regelmäßig Handarbeitsabende der etwas anderen Art: "Von Kartoffeldruck über Stricken bis zu Origami ist alles dabei." Das Ergebnis: Handarbeit und Häppchen, Basteln und Bier - und jede Menge Spaß!
Das Motto heißt: "Mach es selbst"
Auch heute haben sich die Mädels zum "Craft-Lab" (dt.: Handwerk-Labor) getroffen. An diesem Mai-Abend steht Schmuck auf dem Programm. Bei Musik, Bier, Apfelschorle und Wein sitzen rund 30 Frauen zwischen 20 und 30 Jahren zusammen, fädeln Perlen auf Draht, flechten Leder, bringen Druckknöpfe an. "Jeder kann kommen. Wir helfen uns hier alle gegenseitig -und man lernt total schnell Leute kennen", sagt Sophie.
"Craft"-Bewegung aus den USA
Mit ihrer Leidenschaft für Selbstgemachtes ist die Hamburger Gruppe nicht alleine: Seit einiger Zeit wird wieder überall geschnippelt, geschraubt, genäht und bestickt. "Do It Yourself" (kurz: DIY, dt.: Mach es selbst!) heißt der Trend, der aus Amerika zu uns schwappte. In Städten wie New York, San Franciso und London werden schon lange sogenannte "Craft"-Partys gefeiert.
Immer häufiger junge Leute
Sich zum Basteln treffen - das ist natürlich nicht neu. Die Gruppe von Christiane zum Beispiel feiert im Sommer zehnjähriges Jubiläum. Die sechs Frauen zwischen 33 und 63 Jahren aus Dortmund basteln jede Woche zusammen im Gemeindehaus. Um neue Ideen zu finden, besucht die Gruppe regelmäßig Kunsthandwerksmärkte. "Man sieht dort immer häufiger junge Leute", sagt Christiane.
Keine Massenprodukte, sondern einzigartig
"Wir sitzen ja fast alle den ganzen Tag vor dem Computer, vielleicht fasziniert es deswegen so, etwas mit den Händen zu machen", sagt Sophie. "Außerdem ist Selbstgemachtes immer absolut einzigartig -im Gegensatz zu den vielen Massenprodukten." Ein weiterer wichtiger Faktor: das Internet. Hier kann jeder Selbstgebasteltes verkaufen. Sophie selbst ist seit 2005 im Bastelfieber, seit 2010 betreibt die Kommunikationsdesignerin eine Internet-Plattform rund um Handgemachtes.
Von wegen "männerfreie Zone"
"Leider kommt bei den vielen Projekten mittlerweile das Basteln oft zu kurz", sagt sie und beugt sich über ihr halb fertiges Armband. Rechts und links von ihr tun 30 Bastel-Damen das Gleiche. Männerfreie Zone? "Nicht immer. Wenn sich die Männer trauen, gehören sie lustigerweise sogar zu denen, die zum Schluss gar nicht mehr aufhören wollen", sagt Sophie.
© Axel Springer AG
3 Meinungen zu "DJ-Musik trifft Kartoffeldruck"
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tartufo
Sonntag, 12.02.2012, 10:46 Uhr Ich habe mir gestern 2 runde, ganze Käselaibe Gouda geholt und mir daraus ein Paar Schuhe geschnitzt, während Karnevalsmusik im Hintergrund lief. Die Schuhe sitzen super bequem, riechen aber etwas. Die Käsereste habe ich im Garten vergraben, damit im Herbst neue Käsebäume wachsen. -
kleinerrebel
Sonntag, 12.02.2012, 10:23 Uhr Yo men, dann klöppel ich mir meine Dancing Shoes für den Dance Floor selber, und kann sie sofort ausprobieren. Yeah -
tartufo
Samstag, 11.02.2012, 11:12 Uhr Ich höre bei Sitzungen auf dem stillen Örtchen gerne ruhige Musik (manchmal auch ruhige Klassik). Das entspannt :-)
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