Vom Kuchenteller zur fliegenden Untertasse
Nach dem zweiten Weltkrieg war es in den USA Mode geworden, leere Kuchenverpackungen aus Metall herumzuwerfen. Die meisten der Teller stammten vom erfolgreichen Bäcker William Russell Frisbie. Die College-Studenten, die sich die Metalldeckel zuwarfen, riefen "Friesbie", um Fußgänger zu warnen.
Die Kuchenteller hatten jedoch mehrere Nachteile: Fänger sowie Werfer konnten sich an den Kanten verletzen und außerdem waren durch die Instabilität der Teller die Wurfgeschosse unberechenbar. Das wussten Walter Frederick Morrison und Warren Franscioni, die 1948 eine Plastikscheibe erhitzen und ihr damit eine nach unten gezogene Lippe verpassten. Die beiden gründeten "Partners in Plastic" und stellten "Flying Saucers" (fliegende Untertassen) her.
Doch leider waren die Plastikscheiben ein Ladenhüter, so dass sich Warren Franscioni wegen der Verluste genötigt sah, sein Haus zu verkaufen und zur Armee zu gehen. Walter Frederick Morrison blieb im Frisbee-Geschäft, gründete die Firma American Trends und schloss in den 50ern einen Vertrag mit dem Spielzeughersteller Wham-O. 1977, 20 Jahre nach dem Verkaufsstart bei Wham-O, hatte das Unternehmen mit einem erfolgreichen Marketing 100 Millionen Plastikscheiben verkauft. 50 Prozent des Umsatzes stammten von den Frisbees, doch Warren Franscioni sah von den Gewinnen keinen Cent.
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