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Staatliche Vorsorge

Die staatliche Rentenversicherung ist heute die größte Einkommensquelle der älteren Bevölkerung. Sie bildet einen Lohnersatz für Frauen und Männer, die erwerbstätig waren. Die Höhe der staatlichen Rente ermittelt sich hauptsächlich aus den Beitragszeiten und der Beitragshöhe. Bei einem durchschnittlich verdienenden Versicherten mit 45 Beitragsjahren ist die Altersrente ca. 68% des durchschnittlichen Jahreseinkommens.

Von Robin Heimann

Da aber nur noch selten 45 Beitragsjahre erreicht werden, liegt das reale Rentenniveau oft deutlich darunter. Die staatliche Rente ist umlagenfinanziert. Das heißt, die heute beitragszahlende junge Generation zahlt mit Ihren Beiträgen direkt an die rentenempfangende Generation. Aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung kommen aber immer weniger Beitragszahler auf immer mehr Rentner. Es ist zu befürchten, dass das Rentenniveau in den nächsten Jahren weiter abgesenkt werden muss, um langfristig eine ausreichende Rente zahlen zu können.

Probleme der gesetzlichen Rente

Die Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung sind vielfältig, letztendlich läßt sich die Problematik aber einfach zusammenzufassen: zu wenig Beitragszahler müssen zu viele Renten finanzieren. Das liegt im wesentlichen an folgenden Punkten:

Der demographische Faktor: Gemeint ist damit, dass immer weniger Kinder, sprich zukünftige Beitragszahler, geboren werden, auf der anderen Seite aber die Lebenserwartung der Rentner immer höher wird. Das bedeutet immer weniger Einnahmen bei ständig steigenden Ausgaben.

Hohe Arbeitslosigkeit: In die Rentenkasse zahlen nur Arbeitnehmer ein, die einen Job haben - Arbeitslose können dies natürlich nicht. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit verschiebt sich das Verhältnis von Einzahler zu Rentnern also noch weiter ins Negative.

Generationenvertrag: Diese Probleme entstehen, weil ein Beitragszahler nicht seine eigene Rente finanziert, sondern die der jetztigen Renter. Später wird seine Rente dann wiederum von der nachfolgenden Generation aufgebracht. Ein Beitragszahler baut also kein eigenes finanzielles Vermögen auf, sondern muß darauf vertrauen, dass die nachfolgende Generation in der Lage ist, seine Rentenansprüche zu finanzieren.

Das Rentenniveau wird deshalb in den nächsten Jahren deutlich abgesenkt werden, schätzen Experten.

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