Experten: Arbeitslosenzahl verharrt bei drei Millionen
Der leichte Anstieg um rund 10.000 auf 3,09 Millionen gehe im wesentlichen auf das Konto des teils klirrenden Frostes, berichten Volkswirte deutscher Großbanken und Konjunkturforscher in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Im Vergleich zum Vorjahr gab es allerdings knapp 230.000 Arbeitslose weniger. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) am 29. Februar veröffentlichen.
Nach Einschätzung von HypoVereinsbank-Volkswirt Alexander Koch hat der klirrende Frost auf vielen Baustellen zu Arbeitsunterbrechungen gezwungen. Trotz der dämpfenden Wirkung des sogenannten Saisonkurzarbeitergeldes könne das schon dem einem oder anderen Bauarbeiter vorübergehend den Job gekostet und zu einem Anstieg Arbeitslosenzahlen geführt haben, gab Koch zu bedenken. "Wir haben im Februar schon klar negative Effekte vom Bau", betont er.
Nach Abzug dieser saisonalen Faktoren überwiegt bei den befragten Fachleuten vorsichtiger Optimismus. "Viele Indikatoren deuten auf eine weitere Expansion am Arbeitsmarkt hin. Das zeigte beispielsweise die weiterhin wachsende Zahl bei den offenen Stellen", macht etwa Konjunkturforscher Steffen Henzel vom Münchner Ifo-Institut deutlich. Vor allem Dienstleistungsunternehmen, aber auch viele Baufirmen planten nach dem Ifo-Beschäftigungsbarometer weiterhin Neueinstellungen. Auch die deutsche Industrie profitiere weiter davon, dass sie international wettbewerbsfähig sei, sagte der Ifo-Vertreter.
Einig sind sich die Fachleute aber auch darin, dass die Zeiten der rasanten Jobzuwächse wie im Jahr 2011 erst einmal vorbei sind. "Das geht derzeit alles in Richtung eines moderaten Beschäftigungswachstums", meint etwa Hypvereinsbank-Vertreter Koch. Deutsche Bank-Volkswirt Stefan Schneider hält in den kommenden Monaten sogar vorübergehend einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen für möglich. Ein deutlicher Hinweis darauf ist für ihn der jüngste Einkaufsmanager-Index: "Die Daten zeigen, dass die Unternehmen inzwischen bei Neueinstellungen vorsichtiger planen, weil sie nicht genau wissen, was sie in den kommenden Monaten an Personal brauchen".
474 Meinungen zu "Arbeitslosenzahl bleibt hoch"
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ricoschatzlebt
Dienstag, 01.05.2012, 12:31 Uhr "Arbeitslosenzahl bleibt hoch" Richtig und ehrlich wäre: AL-Zahl ist WESENTLICH höher, als von Politik/Medien verbreitet und steigt noch ständig weiter an ---> siehe Firmenpleiten ohne Ende! -
Gartenteam12
Donnerstag, 01.03.2012, 12:27 Uhr Lessali S.67 Erzieherinnen verdienen ohnehin viel zu wenig. -
stinkmorchel
Sonntag, 26.02.2012, 09:39 Uhr Genau deshalb finde ich es so wichtig, dass junge Menschen ab der 8. Klasse regelmäßig ein Praktikum machen müssen, damit sie schon VOR der Lehrstellenauswahl feststellen können, ob sie der Aufgabe überhaupt gewachsen sind. -
A1609
Samstag, 25.02.2012, 17:06 Uhr FreivonGrammatik Darum geht es doch gar nicht. Und es steht jedem frei, sich eine andere Arbeit zu suchen. Es kann doch aber nicht sein, dass dafür der Steuerzahler aufkommt, ohne dass es nachweisbare wichtige Gründe gibt. Lippenbekenntnisse reichen dem Gesetz nun mal nicht. Zum Glück. -
FreivonGrammatik
Samstag, 25.02.2012, 15:41 Uhr A1609 Jetzt mal eine frage? Möchtest du das dein Enkelkind bei ein total überfoderte kindergärterin unterkommt? Diesen Job hat mein absoluten respekt. Und finde es gut das jemanden zu den erkenntnis kommt , ich führe sie nicht gut aus also muss was passieren!
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