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18.01.2012, 11:45 Uhr

Triple-X-Vette mit 770 PS in Kooperation mit Auto-News

Stephanskirchen - Unter allen bislang gebauten Serien-Corvettes ist das aktuelle Topmodell ZR1 die bislang leistungsfähigste Ausgabe. Ihr 6,2-Liter-V8 liefert 647 PS und 819 Newtonmeter Drehmoment. 330 km/h schnell läuft der Supersportler. Tikt Performance Parts aus Stephanskirchen bei Rosenheim hat die Leistungsgrenzen der ZR1 weiter nach oben verschoben.

Der Namenszusatz "Triple X" steht dabei für die Verbesserungen der Fahrleistung auf Landstraße, Autobahn und Rennstrecke. Das "X" wiederum ist von der 2010 vorgestellten Corvette Z06-X Concept entlehnt.

Tikt greift bei den Modifikationen des Zweisitzers auf Know-how zurück, das für die Firma zum täglichen Geschäft gehört. Denn als Zulieferer bedient das Unternehmen unter anderem die Motorsportabteilung von Porsche, Kleinserienhersteller und Tuner. So ging es der ZR1 zunächst an den Motor. Die Zylinderköpfe, Nockenwellen sowie die Kompressor-Übersetzung wurden geändert, verstärkte Ventilfedern verwendet, eine größere Drosselklappe eingebaut und die Abgasseite komplett neu gestaltet.

Nach der Feinabstimmung der Motorsteuerung gab der Prüfstand eine Leistung von 769 PS und ein Drehmoment von 970 Newtonmeter aus. Anschließend wurde der Achtender mit Detailarbeit an den Ventilsitzen standfest gemacht. Ausgefahren hat Tikt die Super-Corvette laut Firmenmitinhaber Thomas Bodrozic noch nicht ganz. Mehr als 350 km/h sollten aber möglich sein. Der Wert für die Beschleunigung von null auf 300 km/h wird mit "unter 22 Sekunden" angegeben.

Stärkere Kühlung und Fahrwerkänderung

Damit der V8 der Vette nach dem Umbau nicht den Hitzetod stirbt, nahm Tikt auch am Kühlsystem der ZR1 Veränderungen vor. Dank einiger Spezialanfertigungen - aus einem Wasserkreislauf wurden zwei, daher werden auch zwei statt einer Wasserpumpe verwendet - wird vier Mal so viel Kühlwasser umgewälzt. Zudem wurden die Kühler verkapselt und in Kombination mit einer neuen Frontschürze verbaut, welche durch eine gezielte Luftführung zur Seite einen so genannten Venturi-Effekt erzielt, was die Ladeluftkühler-Temperatur niedrig hält. Wer auf der Rennstrecke Gas geben will, dem empfiehlt Tikt dennoch die hauseigenen Haubenhalter, die innerhalb einer halben Minute an die originalen Schlösser geschraubt werden können. Dadurch steht die Haube im Bereich vor der Frontscheibe rund 30 Millimeter höher, wodurch dann die Stauhitze im Motorraum durch den Fahrtwind aus dem Fahrzeug gesaugt wird.

Originale Fahrwerks-Geometrie trotz Tieferlegung

Beim Fahrwerk betrieb Tikt ebenfalls viel Aufwand. Das Ziel war es, die originale Fahrwerks-Geometrie und -Kinematik nicht negativ zu beeinflussen und trotzdem ein besseres Fahrverhalten zu erzielen. Die originalen Blattfedern an der Hinterachse wurden beibehalten. Dagegen handelt es sich bei den Radträgern der Triple-X-Vette um Neuanfertigungen. Dadurch liegt die Karosserie alleine schon 30 Millimeter niedriger. Zudem sind rundum Renndämpfer verbaut. Insgesamt rückte die Corvette rund 50 Millimeter näher an die Strasse.

Ultraleichte Felgen

Besseren Grip erzielt man zudem auch mit den sehr leichten Felgen vom Typ Zerra Ultralight Evo 2, die bei Tikt produziert werden. Die Reduktion der ungefederten Massen soll sich ebenfalls positiv auf das Fahrverhalten auswirken. Je nach Gusto verwendet Tikt vorne 19-Zöller und hinten 20-Zöller oder rundum 20-Zoll-Felgen. Stärkere Bremsen und ein Heckspoiler aus Karbon runden den Umbau zur Corvette Triple X ab. Für diesen sind rund 70.000 Euro zu veranschlagen. Eine ZR1 kostet ab Werk 135.990 Euro.

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2 Meinungen zu "Eine Corvette auf Steroiden"

  • Revolt
    Samstag, 21.01.2012, 13:59 Uhr
    benutzer, Mit Sportwagen kennen Sie sich anscheinend garnicht gut aus!
  • benutzer
    Donnerstag, 19.01.2012, 12:22 Uhr
    für 135TDE gibts auch richtige sportwägen - die corvette ist und bleibt ein prollauto für vorstadtmachos und wenn sie ihr noch 1000PS einhauchen
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