Sparen ganz oben: BMW ActiveHybrid 7 im Test
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Verbrauch unter zehn Liter
Dank des milden Hybrid-Systems liegt der Gesamtverbrauch des 450-PS-Wagens nun bei 9,4 Liter pro 100 Kilometer. Ein herkömmlicher 750i ist mit 11,4 Liter dabei - was für den Hybriden eine satte Ersparnis von zwei Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer bedeutet. Und in Sachen Fahrleistungen schlägt der Hybrid den reinen Verbrenner: In 4,9 Sekunden geht's beim ActiveHybrid 7 von null auf 100 km/h, der 750i ist hier mit 5,2 Sekunden dabei. Abgeregelt werden beide bei 250 km/h. Vom Hybrid-System bekommen wir während der Fahrt nichts mit, nur die bereits angesprochene kleine Anzeige im unteren Bereich des Drehzahlmessers verführt uns zum sanften Gasgeben. Und wenn wir unsere Reisegeschwindigkeit erreicht haben, nehmen wir den Fuß ein wenig vom Gas. Dann schaltet die Automatik einen Gang zurück und wir sind laut Anzeige deutlich Sprit sparender unterwegs. Wer sanft bremst, wird zudem mit Rekuperation, also Energie-Rückgewinnung, belohnt. Wer jedoch heftig bremst, zerreibt die Energie vollständig zu Wärme.
Achtgang-Automatik mit Start-Stopp-System
Die Einteilung der Gänge erfolgt beim ActiveHybrid 7 über eine Achtgang-Automatik von ZF. Und BMW hat diese an ein Start-Stopp-System gekoppelt. Nach dem Citroën C3 mit automatisiertem Schaltgetriebe und Start-Stopp sowie dem Porsche Panamera mit Doppelkupplungsgetriebe und Start-Stopp gibt es nun also bei BMW eine Wandler-Automatik in Kombination mit Start-Stopp. Das System schaltet den Motor erst beim Stillstand ab, da während der Fahrt der Öldruck für die hydraulische Servolenkung gebraucht wird. Dreht der Fahrer also am Lenkrad, springt der Motor wieder an. Und er springt in einer zehntel Sekunde wieder an. Nur in der "Sport"-Einstellung ist Start-Stopp deaktiviert. Ansonsten funktioniert das System gnadenlos von eisigen minus zehn bis zu wüstenmäßigen plus 45 Grad Celsius. Im Getriebe waren dafür einige Änderungen nötig: ein hydraulischer Impulsspeicher sorgt dafür, dass das Getriebe nach dem Wiederstart blitzschnell mit Öldruck versorgt wird. Außerdem sind jetzt dank einer über eine Kette mit Übersetzung angeschlossenen Getriebe-Ölpumpe Leerlaufdrehzahlen von 1.000 U/min drin - vorher waren es minimal 1.200 U/min.
Wie teuer und warum nicht mit Sechszylinder
Der ActiveHybrid 7 wird mit einem Einstiegspreis von 105.900 Euro gehandelt. Ein 750i ist zwar schon ab 91.000 Euro zu haben, aber ausstattungsbereinigt soll der Aufpreis auf 5.000 Euro schmelzen. Für den langen ActiveHybrid 7 werden 112.500 Euro fällig. Großkalibrige Business-Limousinen wie der 7er werden eher geleast als gekauft. Und in so einer Leasingrate fällt der Aufpreis schon deutlich dezenter aus. Die Frage, warum BMW nicht einen noch sparsameren Sechszylinder zum Hybriden gemacht hat, beantworten die Bayern mit Hinweis auf den amerikanischen Markt, wo 45 Prozent aller 7er abgesetzt werden. Dort ist der Achtzylinder gefragt, ein Sechszylinder-Modell wird momentan nicht angeboten. Ab Frühjahr 2010 ist der BMW ActiveHybrid 7 zu haben.
1 Meinungen zu "Sparen ganz oben: BMW ActiveHybrid 7 im Test"
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benutzer
Freitag, 13.11.2009, 09:26 Uhr die hybridmotore bei BMW sind wohl mehr eine verbeugung vor dem verbraucher, denn vor nicht allzu langer zeit hat die firma nicht nur behauptet, sondern auch bewiesen, dass ihre modernen aggregate sparsamer sind als hybrids, wobei letztere die fahrzeugpreise noch zusätzlich in die höhe treiben.
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