Friedliche Evolution: Porsche 911 Turbo
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Vollkommen neues Herz
"Früher musste man lange vor der Kurve Vollgas geben, damit dann irgendwann hinter der Kurve was passiert" - so Rallyesport-Legende Walter Röhrl schmunzelnd zu frühen Turbo-Motoren. Auch der jetzige Porsche-Repräsentant und -Testfahrer Röhrl weiß natürlich, dass sich die gigantischen Turbolöcher längst in Wohlgefallen aufgelöst haben.
Aber in Sachen Beschleunigung und Effizienz geht immer noch was. So hat Porsche dem neuen Elfer Turbo ein vollkommen neues Herz spendiert. Der jetzt 3,8 Liter Hubraum fassende und nun als Direkteinspritzer ausgelegte Sechszylinder-Boxer ist mit 500 PS und einem maximalen Drehmoment von 650 Newtonmeter dabei. 0,2 Liter Zusatzhubraum sind also für 20 PS mehr und ein Drehmomenten-Plus von 30 Newtonmeter gut. Dabei geht der Verbrauch in Kombination mit dem PDK auf 11,4 Liter runter - der Vorgänger war noch mit auch nicht schlechten 12,8 Liter dabei. Allerdings wollen die leistungsfreudigen Turbo-Aggregate auch das teuerste Kraftfutter: Super-Plus-Benzin muss es schon sein.
Schiebt und schiebt und schiebt
In Verbindung mit dem bereits erwähnten Sport-Chrono-Turbo-Paket und dem neuen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (3.915 Euro) hat der Turbo jetzt auch eine Launch Control mit an Bord. Diese ist für eine optimale Anfahrt aus dem Stand da. Die Rennstrecke ist der richtige Ort, dies auszuprobieren: Wir drücken die Sport-Plus-Taste, treten mit dem linken Fuß auf die Bremse (ausnahmsweise) und geben schlagartig Vollgas. Der Drehzahmesser schnellt hoch und als in der rechten Lenkradspeiche die Anzeige "Launch Control" aufleuchtet, lassen wir die Bremse zurückschnippen. Die Räder drehen keinen Millimeter durch, dafür ruckt unser Kopf Richtung Kopfstütze. Der Wagen schlägt unter heiser grollendem Motor unerbittlich los. Und der Schub hört einfach nicht auf. Nach 11,6 Sekunden ist der Spurt geschafft - die Tachonadel steht bei Tempo 200. Maximal sind 312 km/h drin, aber das ist Porsche nicht so wichtig. 100 km/h sind nach 3,6 Sekunden erreicht, mit Launch Control vergehen gerade mal 3,4 Sekunden. Wer braucht nun im zivilen Leben eine Launch Control? Niemand. Aber es macht Spaß, sie zu haben - wie bei vielen Dingen, die man nicht braucht.
Schneller als von Hand
Zum neuen Motor kommt das bereits vielfach angesprochene Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Dieses schaltet so flink, dass niemand per Hand schneller den nächsten Gang einlegt - auch Walter Röhrl nicht. Aber der nimmt mit der neuen Maschinerie dem Vorgänger-Turbo auf der Nordschleife erkleckliche zehn Sekunden ab. Die Schaltvorgänge des konzeptionell ohne Zugkraftunterbrechung arbeitenden Getriebes bemerken wir kaum. Das Räderwerk ist zehn Kilogramm leichter als die Vorgängerautomatik mit sechs Gängen und trägt einen erheblichen Anteil zum Spritsparen bei.
2 Meinungen zu "Friedliche Evolution: Porsche 911 Turbo"
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benutzer
Dienstag, 20.10.2009, 17:13 Uhr wieder ein wunderbares hassobjekt für die angeblich grünen daumen, die sich das ding nicht leisten können und "umweltverschmutzung" zetern. auch wenn sie selbst einen uraltkarren fahren, der mehr schadstoffe in die luft bläst als ein 20-tonner.
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