Der Benz Patent-Motorwagen
Das erste Auto entwickelte der Karlsruher Carl Benz 1886 ursprünglich als Dreirad. Erst die zweite Variante bekam versuchsweise ein viertes Rad hinzu. Mit dem Modell III gelang Benz 1888 schließlich der kommerzielle Durchbruch: Der Franzose Emile Roger machte den Patent-Motorwagen aus Deutschland in Paris zum Verkaufsschlager.
Das Modell III bot Benz in verschiedenen Ausführungen an. So gab es wahlweise eine gegenüberliegende Sitzbank, durch die sich die Passagierzahl von zwei auf vier erhöhte. Der Kunde konnte das erste Auto aber auch mit faltbarem Verdeck kaufen. Die beiden hinteren Holzräder waren serienmäßig mit Stahl beschlagen, das lenkbare Vorderrad war mit Gummi ummantelt. Der Einzylinder-Viertaktmotor kam bei einem Hubraum von zwei Litern und einer Minutenumdrehung von 450 auf eine Leistung von drei Pferdestärken.
Das letzte heute erhaltene Modell-III-Vehikel gelangte über Emile Roger nach England. 1913 kaufte das Science Museum in London das Auto für unglaubliche fünf Pfund. Für Demonstrationsfahrten bekam das Gefährt 1936 das Nummernschild "A 250". Das Museum ließ den Patent-Motorwagen im Jahr 1957 gründlich überholen.
3 Meinungen zu "Berühmtes Blech im Rampenlicht"
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tom0469
Montag, 05.10.2009, 17:52 Uhr Dass das Wienermobile auf dem Pontiac Firebird aufbaut glaube ich nicht - den Zwillingsreifen der Hinterachse nach hadelt es sich wohl eher um einen großen Pickup aus dem Hause GM. -
romar158
Montag, 05.10.2009, 13:32 Uhr Bitte was sind Minutenumdrehungen? Dieses Wort lese ich heute zum ersten mal in meinem Leben, ich bin 53 Jahre alt und seit 47 Jahren des lesens mächtig. Dreht da einer Minuten um oder sind da Umdrehungen pro Minute gemeint? -
CLS
Montag, 05.10.2009, 11:27 Uhr Sehr interessanter Artikel. Faszinierend, wie sich das Automobil über die Jahre verändert hat und zu welchen Höchstleistungen es fähig ist.
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