Mit seiner Fernsehserie "The Joy of Painting" (dt. Die Freude des Malens) erlangt der Maler Bob Ross Berühmtheit. Sein Fernsehmalkurs begeistert die Menschen weltweit. Hinter dem Künstler, der 1995 verstirbt, steckt ein tierlieber und sozial engagierter Mann - doch diese Fakten wissen nur wenige.

Bevor Robert Norman Ross als Maler im Fernsehen durchstartet, dient er zwei Jahrzehnte lang in der United States Air Force. Er beendet seine Karriere als Master Sergeant und schwört sich, niemals wieder die Stimme zu erheben, wie er es die 20 Jahre davor getan hat. In seinen Fernsehsendungen besticht Bob Ross mit seiner ruhigen und angenehmen Ausstrahlung.

Sein Wunsch, Landschaften zu zeichnen, wird in Alaska, wo er einige Zeit stationiert ist, zum ersten Mal geweckt. Die dortige Kulisse mit den Schneebedeckten Bergen fasziniert ihn.

Ross hasste seine Frisur

Als Ross die Air Force verlässt, um Malunterricht zu geben, kann er sich einen Friseurbesuch nicht leisten. Deswegen beginnt seine Karriere mit der berühmten Dauerwellen-Frisur, die er bis zu seinem Tod beibehält. Als er schließlich an Krebs erkrankt, trägt er eine Perücke, um sein Markenzeichen zu wahren.

In Wahrheit hasst der Maler seine Frisur. Er hat den Wunsch, seriöser aufzutreten. Allerdings weiß Ross auch, dass durch einen Haarschnitt sein unvergleichliches Markenzeichen verloren geht. Aus Marketing-Gründen behält er seine Dauerwelle.

In jungen Jahren verliert Ross den linken Zeigefinger, als er mit seinem Vater Zimmerer-Arbeiten verrichtet. Da er mit seiner linken Hand immer die Farbpalette hält, ist dieser kleine Makel nur schwer zu sehen.

Die Liebe zu Tieren

Ross liebt alle Tiere und kümmert sich rührend um sie, wenn diese in Not sind. Sogar in seiner Fernsehserie hat er sein Haustier "Peapod" in der Tasche. Es handelt sich dabei um ein kleines Eichhörnchen, welches er liebevoll pflegt.

Seine Liebe zu Tieren geht sogar so weit, dass er in seiner Kindheit in Florida einen verwundeten Alligator gesund pflegen möchte. Seine Mutter findet das Tier in der Badewanne.

Ross' erfolgreiche Fernsehserie

Seine Fernsehserie "The Joy of Painting" wird am 11. Januar 1983 das erste Mal ausgestrahlt. Sie umfasst 31 Staffeln mit insgesamt 403 Folgen. Zum Vergleich: Die Serie "Two and a Half Men" hat 262 Folgen, "Friends" ist 236 Folgen lang und "How I Met Your Mother" umfasst nur 208 Folgen.

Besonders viel Zeit beansprucht eine Staffel nicht, weshalb er neben der Serie Kunstunterricht geben kann. Ross dreht eine Staffel mit 13 Folgen durchschnittlich innerhalb von ein bis zwei Tagen ab.

An der Serie verdient Ross keinen Cent. Er verlangt kein Geld, da die Sendung eine geeignete Werbung für seine Malerei und seinen Kunstunterricht darstellt. Außerdem verkaufen sich so seine Lern-Videos.

Kunst mit vielen Bäumen

In seinem Leben malt Ross eigenen Angaben zufolge 30.000 Bilder. Die Kunstwerke, die er in seiner Serie fertigstellt, verkauft er nicht einfach. Die meisten davon verschenkt er an den "Public Broadcasting Service" (PBS), damit dieser mehr Geld verdient.

Auf 91 Prozent seiner Bilder ist Statistiken zufolge mindestens ein Baum zu sehen, den er meistens mit dem Ausspruch "A happy little tree" (dt. Ein kleiner, glücklicher Baum) malt.

Die deutschen Folgen wurden aus dem Englischen nicht übersetzt. Die Produzenten wollten nicht, dass die ruhige Stimmung womöglich durch eine Synchronisation verloren geht.