Fast die Hälfte aller Frauen mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hat im vergangenen Jahr in Teilzeit gearbeitet. Das seien 102 000 mehr als ein Jahr zuvor, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Bei Männern gingen dagegen nur knapp 13 Prozent einer Teilzeitbeschäftigung nach.

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16,1 Millionen Frauen waren laut der BA-Auswertung im vergangenen Jahr (Stichtag 30. Juni 2023) sozialversicherungspflichtig beschäftigt - 118 000 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg ging wie bei den Männern ausschließlich auf ausländische Arbeitskräfte zurück. Die Beschäftigung von deutschen Frauen ging dagegen um 32 000 zurück.

Mit 58,7 Prozent liege die Beschäftigungsquote bei Frauen nach wie vor deutlich unter der Quote der Männer mit 65,8 Prozent, heißt es von der BA. Während die Beschäftigungsquote bei Frauen und Männern in Ostdeutschland traditionell auf vergleichbarem Niveau liege, seien in Westdeutschland deutlich weniger Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt als Männer.

In den Führungsetagen bleiben Frauen der BA zufolge weiterhin unterrepräsentiert: Auf der ersten Führungsebene betrage ihr Anteil 28 Prozent, auf der zweiten habe sich ihr Anteil seit 2016 nicht erhöht. Durchschnittlich verdienten Frauen mit 3413 Euro brutto im Monat weniger als Männer, die auf ein durchschnittliches Bruttoarbeitsentgelt von 3779 Euro kamen. Der Abstand zwischen den Bruttogehältern verringerte sich demnach im vergangenen Jahr um knapp acht Euro weiter leicht.


  © dpa

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