Es wird ein sehr emotionaler Moment sein, wenn "American Crime Story: The Assassination of Gianni Versace" 2018 im Fernsehen laufen wird. Ricky Martin hat die Ehre, Gianni Versaces Freund Antonio D’Amico zu spielen. Der ist von seiner Leistung allerdings alles andere als begeistert.

Zwar ist der Film aus der TV-Krimi-Reihe noch nicht gelaufen, doch Paparazzi-Abschüsse vom Set machten bereits im Mai die Runde. Darauf zu sehen: Ein leidender, hysterischer Ricky Martin als Antonio D’Amico, der den toten, blutüberströmten Gianni Versace (gespielt von Edgar Ramirez) in den Armen hält.

Kritik am Film

Eine Szene, die unrealistischer nicht sein könnte – behauptet jetzt zumindest Giannis große Liebe Antonio D’Amico (58)! Gegenüber dem britischen "Guardian" spricht er erstmals seit dem Mord 1997 über die schrecklichen Ereignisse. Ricky Martin kommt dabei leider nicht gut weg!

"Lächerlich!"

"Das Bild von Ricky Martin, wie er den Körper in den Armen hält, ist lächerlich. Vielleicht ist es die künstlerische Freiheit des Regisseurs, aber so habe ich nicht reagiert", erklärt er. Stattdessen erklärt er, wie es damals wirklich war, als sein Freund, der berühmte Designer Gianni Versace (†50), mit dem er 15 Jahre lang zusammen war, mitten auf der Straße vor seinem Haus in Beverly Hills erschossen wurde.

Während er auf der Terrasse Kaffee trank, ging Versace raus zum nächsten Kaffeestand, um eine Zeitung zu kaufen. Dann hörte er Schüsse fallen. "Es war, als ob mein Blut zu Eis gefrierte", verrät D'Amico. Zusammen mit dem Butler eilte er auf die Straße, wo er blutüberströmt seinen Freund auf der Straße liegend fand.

Keine letzte Umarmung

Zeit zum Reagieren blieb ihm nicht, denn er wurde sofort vom Tatort weggezogen. Gianni ein letztes Mal in den Arm zu nehmen war ihm also gar nicht möglich. "Ab diesem Moment wurde alles schwarz. Ich wurde weggezogen und sah nichts mehr", erklärt D'Amico.

Viele Spekulationen, wenig Wahrheit

Der Mörder Andrew Cunanan (†27) erschoss sich nach der grausamen Tat selbst. Seitdem überschlugen sich Medienberichte mit Spekulationen – die D'Amico getrost als Fake-News abstempeln kann: "Es wurde eine Menge über den Mord gesagt und geschrieben, aber kein Fünkchen Wahrheit."

Den Film wird sich Gianni Versaces Ex-Freund, der übrigens bis an sein Lebensende 30.000 Euro Alimente pro Monat erhält, nicht anschauen …   © top.de