Der Entertainer Karl Dall wehrt sich weiterhin gegen die Vergewaltigungsvorwürfe einer Schweizer Journalistin. Erstmals stellt der Entertainer seine Version des fraglichen Abends in einem Züricher Hotel dar. Er sagt, dass außer Gesprächen nichts gelaufen sein soll.

Karl Dall beteuert seine Unschuld. Der 72-Jährige gibt zu, die Journalistin auf seinem Hotelzimmer empfangen zu haben, erklärt aber auch, dass "außer Gesprächen nichts gelaufen sei". Trotzdem sieht Dall auch Fehler auf seiner Seite: "Im Rahmen des E-Mail-Interviews gab es auch einen privaten Schriftverkehr - und darin auch von meiner Seite ein paar schlüpfrige Bemerkungen. Dies bedauere ich," sagt der Komiker. Dalls Anwalt Marc Engler überlegt, rechtliche Schritte gegen die Journalistin einzuleiten: "Wir behalten uns eine Anzeige wegen falscher Anschuldigung vor."

Dall soll der Schweizerin im August per E-Mail ein Interview gegeben haben. Im September kam es nach einem Auftritt in der Talkshow "Aeschbacher" dann zum persönlichen Treffen. Laut der Journalistin endete dieses Treffen in seinem Zimmer des "Renaissance"-Hotels in der angeblichen Vergewaltigung. Nachdem die Frau Dall bei der Züricher Polizei angezeigt hatte, kam der Deutsche für vier Tage in Untersuchungshaft. Die Journalistin war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, lies dafür aber ihren Anwalt sprechen: "Meine Mandantin hält an ihrer gegenüber der Staatsanwaltschaft Zürich gemachten Sachverhaltsdarstellung und den darin erhobenen Vorwürfen fest".