Netflix, Amazon, Apple TV+, Disney+ und Co.: Das sind die Streaming-Highlights der kommenden Woche - mit Bondgirl Ana de Armas in einem Apple-Actionkracher und dem Serien-Remake eines Kult-Horrorfilms bei Prime Video.

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Für viele Film- und Serienfans sind Netflix, Amazon Prime Video, Apple TV+, WOW und Co. längst das bessere Kino. Mit hochkarätig besetzten Film-Highlights und spannenden Serien machen die Streamingdienste ihrem Ruf regelmäßig alle Ehre. Welche Produktionen in der kommenden Woche eine Sichtung im Heimkino wert sind, verrät die Übersicht.

Während Bond-Girl Ana de Armas im Actionkracher "Ghosted" Chris Evans abserviert, ist in der Prime-Video-Serie "Dead Ringers" ein Zwillingspaar auf bestem Wege, die Medizin von Grund auf zu verändern.

"Ghosted", Apple TV+

Chris Evans und Ana de Armas in "Ghosted"
Die Apple-Actionkomödie "Ghosted" setzt mit Chris Evans und Ana de Armas auf geballte Starpower. © Apple

"Ich weiß, es klingt verrückt, aber sie könnte die Eine sein": Als der brave, aber gutmütige Finanzbeamte Cole (Chris Evans) zufällig auf die charmante Sadie (Ana de Armas) trifft, ist es um ihn geschehen. Selbst seinen Eltern würde er die Dame nach einem tollen ersten Date am liebsten schon vorstellen. Doch dazu kommt es nicht - stattdessen Funkstille! Egal, ob Cole Sadie telefonisch kontaktiert oder per Messenger-Nachricht: keine Reaktion. Trotzdem will der Sunnyboy nicht einmal daran danken, dass er geghostet wird.

Vielmehr holt er zur großen romantischen Geste aus und jettet prompt von den USA nach London, um das Herz von Sadie zu erobern. Dort angekommen, wird Cole aber erst mal von furchteinflößenden Männern entführt und gefoltert. Ein Glück, dass Sadie wie aus dem Nichts auftaucht, ihr Date befreit - und ihm eröffnet, dass sie eine CIA-Agentin ist. Gemeinsam stolpern sie fortan durch die wild, aber unterhaltsam inszenierte Action-Komödie "Ghosted" (ab 21. April, Apple TV+), in der auch Adrien Brody ("Der Pianist"), Mike Moh, Amy Sedaris und Tim Blake Nelson zu sehen sind.

"Dead Ringers", Prime Video

Rachel Weisz in "Dead Ringers"
In der Serie "Dead Ringers" tritt Rachel Weisz in die Fußstapfen von Jeremy Irons. © Amazon Studios

"Bahnbrechend, aber hoffnungsvoll, radikal, aber sicher": So beschreiben die Zwillinge Elliot und Beverly Mantle (Rachel Weisz in einer Doppelrolle) ihre Arbeitsweise. Die zwei Gynäkologinnen arbeiten kompromisslos an ihrer Lebensaufgabe, die Art und Weise, wie Frauen Kinder gebären, von Grund auf zu verändern. Ihr eigenes Wohlbefinden steht dabei nur an zweiter Stelle. Nachrangig scheinen dabei auch die Grenzen der medizinischen Ethik zu sein. Zudem drohen sich die Zwillinge unversehens zu entfremden - ein schmerzhafter Abnabelungsprozess tritt in Gang.

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Die Handlung der Prime-Video-Serie "Dead Ringers" kommt Kinofans nicht von ungefähr bekannt vor. Unter ähnlichen inhaltlichen Voraussetzungen schuf David Cronenberg 1988 mit dem Horrorfilm "Die Unzertrennlichen" (im englischen Original "Dead Ringers") einen Klassiker des Genres. Damals unwiderstehlich gut: Jeremy Irons in der Rolle eines Gynäkologen, der dem Wahnsinn verfällt. Für die Serien-Neuauflage von "Dead Ringers", die am 21. April bei Prime Video startet, zeichnet Produzentin Alice Birch ("Normal People") verantwortlich.

"Para - Wir sind King", Staffel 2, Warner TV

Soma Pysall und Jobel Mokonzi in "Para - Wir sind King"
Hajra (Soma Pysall, links) und Fanta (Jobel Mokonzi) versuchen, ihr chaotisches Leben in Berlin in den Griff zu bekommen. © W&B Television GmbH / André Kowalski

2021 lieferten die kreativen Köpfe hinter der Neuköllner Gangster-Serie "4 Blocks" neuen Stoff: "Para - Wir sind King" erzählt von Jazz (Jeanne Goursaud), Fanta (Jobel Mokonzi), Hajra (Soma Pysall) und Rasaq (Roxana Samadi). Die vier Freundinnen wachsen auf der Straße auf, ihre Zukunft scheint ungewiss - bis ein zufälliger Fund ein Leben fernab von Berlin-Wedding verspricht. Mit dieser Geschichte traf die sechsteilige Dramaserie nicht nur den Geschmack des Publikums, sondern kristallisierte sich überdies als Kritikerliebling heraus. Unter anderem holte "Para - Wir sind King" 2021 den Deutschen Fernsehpreis für die beste Dramaserie.

Folgerichtig gibt es jetzt Nachschub der hochgelobten Serie aus der deutschen Hauptstadt. Von "Para", also dem großen Geld, ist das Frauenquartett noch immer weit entfernt. Da kommt die Idee, im geheimen Keller eines Spätis einen illegalen Nachtklub zu eröffnen, gerade recht. Doch bei aller Feierlaune: Identitätsfindung, kriminelle Verstrickungen und Zukunftssorgen lassen sich für Jazz, Fanta, Hajra und Rasaq eben nur teilweise in Hedonismus und Alkohol ertränken.

Die sechs neuen Folgen von "Para - Wir sind King" sind ab 17. April bei Warner TV Serie (empfangbar über Sky, Vodafone, MagentaTV, Zattoo, Waipu.tv) zu sehen.

"Drops of God", Apple TV+

Tomohisa Yamashita und Fleur Geffrier in "Drops of God"
Camille (Fleur Geffrier) und Issei Tomine (Tomohisa Yamashita) wollen sich beide die wertvolle Weinsammlung sichern. © Apple

148 Millionen Dollar - auf diesen gigantischen Wert kommt die hochexklusive Weinsammlung des weltweit anerkannten Rebsaftexperten Alexandre Léger. Die edlen Tropfen stehen im Apple-Original "Drops of God" unversehens im Mittelpunkt eines dramatischen Duells. Denn nach dem überraschenden Tod des prominenten Önologen in Tokio stellt sich die Frage nach dem rechtmäßigen Erben der außergewöhnlichen Kollektion.

Biologisch gesehen ist die Frage eindeutig geklärt: Schließlich hat Léger eine Tochter namens Camille (Fleur Geffrier), die er jedoch zuletzt vor mehr als einem Jahrzehnt gesehen hat. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die junge Frau überhaupt nicht für Wein interessiert. Aber wer verzichtet schon freiwillig auf ein derart gigantisches Erbe?

Ganz so leicht wird es für Camille aber nicht. In seinem Testament hat ihr Vater festgelegt, dass ein dreiteiliger Wein-Wettkampf zwischen Camille und seinem Ziehsohn Issei Tomine (Tomohisa Yamashita) über die Vergabe des Erbes entscheidet. Ob sie gegen den aufstrebenden Wein-Connaisseur bestehen kann, enthüllt die Dramaserie "Drops of God" ab 21. April bei Apple TV+.

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"Nope", WOW

Daniel Kaluuya in "Nope"
Der Rancher OJ (Daniel Kaluuya) kann kaum glauben, was er sieht. © Universal Studios

Schon vor seinem dritten großen Film bereits als Pionier zu gelten, ist eine echte Leistung. Andererseits weckt ein Jungregisseur, der bereits mit seinem ersten Kinofilm den Oscar gewinnt, auch große Erwartungen. Noch ungewöhnlicher macht den Werdegang von Jordan Peele die Tatsache, dass sich der 44-Jährige in Horrorgefilden bewegt - nicht unbedingt ein Genre, das naturgemäß um die großen Filmpreise mitspielt. Doch Peele verstand es nicht nur im Oscar-prämierten Meisterwerk "Get Out", Grusel und Sozialkritik famos zu vermengen. Auch sein Nachfolgewerk "Wir" erfüllte die hohen Erwartungen.

Sein dritter abendfüllender Film, "Nope", den es ab 21. April bei WOW zu sehen gibt, fügt sich nahtlos ein. Nichts weniger als den "ultimativen UFO-Horrorstreifen" habe er drehen wollen, verriet Peele im Zuge des Kinostarts 2022 - was ihm nicht ganz gelungen ist.

Die dennoch spannende Mixtur aus Horror und Science-Fiction konfrontiert Em (Keke Palmer) und OJ (Daniel Kaluuya), zwei US-Rancher, mit übernatürlichen Phänomenen. Stromausfälle, ängstliche Pferde und andere Merkwürdigkeiten veranlassen die beiden gemeinsam mit dem Elektronikfachmann Torres (Brandon Perea) zur Kameraüberwachung des betroffenen Areals - mit unabsehbaren Folgen.  © 1&1 Mail & Media/teleschau

Featurette zu "Nope" von Jordan Peele, dem Meister des modernen Horrorfilms

Keke Palmer und Daniel Kuluuya als Geschwisterpaar, das auf seiner einsam gelegenen Ranch schockierende und unerklärliche Phänomene erlebt. Die beiden Schauspieler und Regisseur Jordan Peele gewähren einen Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten. "Nope" ist ab dem 11. August in den Kinos zu sehen.
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Teaserbild: © Apple