Ein aktueller UN-Bericht zeigt, dass der weltweite Hunger wieder zunimmt. Demnach sind allein über 150 Millionen Kinder wegen Mangelernährung unterentwickelt. Die meisten Kinder, die unter dieser gravierenden Ernährungsituation leiden, leben in Asien.

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Jeder neunte Mensch auf der Welt – das sind 821 Millionen – leidet unter Hunger. 150 Millionen Kinder sind wegen chronischer Mangelernährung unterentwickelt. Damit rückt das Ziel der Weltgemeinschaft, Hunger bis 2030 zu beseitigen, in weite Ferne.

Gleichzeitig nimmt die Zahl der stark übergewichtigen Erwachsenen zu. Darauf weist ein veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen zur weltweiten Ernährungssituation hin.

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Für den Anstieg des Hungers sind laut dem Bericht vor allem Klimaschwankungen und Wetterextreme wie Dürren und Überschwemmungen sowie Konflikte und wirtschaftliche Krisen verantwortlich.

Hunger und Mangelernährung bei Kindern

Bei der Beseitigung von Mangelernährung wurden zu wenige Fortschritte erzielt. Den aktuellen Schätzungen nach waren 2017 fast 151 Millionen Kinder unter fünf Jahren (22 Prozent aller Kinder in diesem Alter) unterentwickelt und damit gemessen an ihrem Alter zu klein. Die meisten unterentwickelten Kinder leben in Afrika (39 Prozent) und Asien (55 Prozent).

50,8 Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren sind unterernährt und im Vergleich zu ihrer Größe zu leicht. In Asien ist davon fast jedes zehnte Kind betroffen. Schätzungsweise 38,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind hingegen übergewichtig. Alle Formen von Mangelernährung können schwere Folgen für die Gesundheit und Entwicklung der Kinder haben.

Jeder neunte Mensch auf der Welt – insgesamt 821 Millionen – leidet unter Hunger. Die meisten unterentwickelten Kinder leben in Afrika (39 Prozent) und Asien (55 Prozent).

Gemeinsamer Appell von fünf UN-Organisationen

In einem gemeinsamen Appell rufen fünf UN-Organisationen – die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), der Internationale Fond für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), das UN-Kinderhilfswerk UNICEF, das Welternährungsprogramm (WFP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) – zu verstärkten Anstrengungen auf, um verschiedene Formen von Hunger und Mangelernährung zu beseitigen.

"Die alarmierenden Zeichen von zunehmender Ernährungsunsicherheit und einem hohen Niveau von verschiedenen Formen der Mangelernährung sind eine klare Warnung", schreiben die Leiter der fünf UN-Organisationen im gemeinsamen Vorwort des Berichts.

"Wenn wir bis zum Jahr 2030 eine Welt ohne Hunger und Mangelernährung erreichen wollen, ist es zwingend notwendig, dass wir unsere Maßnahmen beschleunigen und ausweiten. Nur so können wir die Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit von Ernährungssystemen und Erwerbsmöglichkeiten stärken, damit die Menschen für Klimaschwankungen und Wetterextreme gerüstet sind."

(Der Text in der Originalversion erschien zuerst auf unicef.de)
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