Die Demokratische Republik Kongo ist ein Land, das am Scheideweg steht und sich immensen Herausforderungen gegenüber sieht: Es zählt trotz seines Rohstoffreichtums zu den ärmsten Ländern der Welt.

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Ethnische Gewalt, Zusammenstöße zwischen Militär und Milizen, Hungerkatastrophen, Ebola und Binnenflüchtlinge beuteln die junge Republik. Über 80 Millionen Menschen leben im Kongo – die meisten von ihnen in absoluter Armut. Es gibt kein funktionierendes Sozialsystem, zu wenig Arbeit und die Gesundheitsversorgung ist sehr schlecht.

Kinder besonders auf Hilfe angewiesen

Im vergangenen Oktober reiste Tessa Page, Vorständin der Stiftung United Internet for UNICEF, in die Demokratische Republik Kongo. Sie wollte sich ein Bild der Bedürfnisse vor Ort machen und zeigen, dass die Spenden der Nutzer von GMX bei den Projekten von UNICEF ankommen, wo sie besonders gebraucht werden.

UNICEF arbeitet unermüdlich vor Ort, um insbesondere den notleidenden Kindern die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben. Mehr als 13 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, etwa 8 Millionen davon sind Kinder.

Während der Reise besuchte das Team Projekte, die Schulbildung, Gesundheitsversorgung und Mangelernährung im Fokus haben. Außerdem sprach Tessa Page mit Kindern, die Mitglieder in bewaffneten Gruppen waren.

Spenden schaffen Chancen

In dem Gesundheitszentrum Saints Martyrs lernte sie beispielsweise Rose kennen. Die 31-Jährige lebte mit ihrer Familie zu Beginn der Krise im Kasai, etwa 250 Kilometer entfernt. Als Milizen ihr Heimatdorf überfielen, mussten sie mit ansehen, wie ihr Mann getötet wurde. Gemeinsam mit ihren sechs Kindern floh sie in den Busch – ihre drei ältesten starben dort. Die jüngste, Christine, leidet an Mangelernährung. Mit ihren drei Jahren wiegt sie acht Kilogramm – 16 wären normal. Dank UNICEF und der Unterstützung der Spender von GMX hat die Kleine eine Chance bekommen zu überleben.

Jedes einzelne Leben zählt

Tessa Page fragte die Kollegen vor Ort, wie sie es schaffen, zwischen all der sinnlosen Gewalt nicht die Zuversicht zu verlieren und wie es ihnen gelingt, weiterhin ihren Job zu machen. Die Antwort war immer dieselbe: "Wegen dieser unglaublich tollen Menschen hier im Kongo." Jedes einzelne Leben, das wir mit unserer Arbeit retten können, ist es wert.

Wenn der 17-jährige Michael (Name geändert), der bei den Milizen als Spion arbeiten musste und jeden Tag sein Leben riskiert hat, wieder zur Schule gehen kann, hat die Arbeit der Stiftung etwas bewirkt. Wenn die kleine Christine die schwere Mangelernährung überlebt, hat die Arbeit der Stiftung etwas bewirkt.

Oder um es mit den Worten von Schuldirektor Joseph Biamba Bamgamba zu sagen: "Something good is never lost." Das, was die Stiftung United Internet for UNICEF für das Dorf Tshimpidinga geleistet haben, wird nie vergessen werden.