Paprika, Peperoni, Chili – im Alltag werden sie oft verwechselt. Aber ist alles dasselbe oder sind es verschiedene Früchte? Zwar bezeichnet Chili vor allem Schoten aus Asien und Lateinamerika und die Früchte aus Südeuropa werden Peperoni genannt. Doch worin liegen die Unterschiede und woran sind sie erkennbar? Schmecken Chilis anders als Peperoni?

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Chili und Peperoni gehören beide zu den Paprikapflanzen, genauer zur Gattung Capsicum. Sie war ursprünglich in Amerika beheimatet, ist dank Christoph Kolumbus aber in der ganzen Welt und damit auch auf deutschen Tellern gelandet. Es gibt scharfe Gewürzpaprikas auf der einen und milde Gemüsepaprikas auf der anderen Seite.

Letztere werden – wie der Name schon verrät – aufgrund ihrer Größe und Fleischigkeit als Gemüse oder Salat verzehrt. Die Paprikasorten, die zum Würzen verwendet werden, werden als Chili zusammengefasst. Es gibt verschiedene Sorten von Chilis, zu den bekanntesten zählen beispielsweise Jalapeño und Cayenne. Auch die Peperoni ist eine Chilisorte.

Wie sehen Chilis aus?

Die Früchte von Gewürzpaprikas, den sogenannten Chilis, sind entweder spindelförmig und schmal oder kugelig geformt. Außerdem sind sie mit einer Länge von fünf bis zwölf Zentimetern relativ klein, gleichwohl gibt es auch größere Sorten, wie die Peperoni.

Die Schale der Chilis kann weiß, gelb, rot, violett oder schwarz gefärbt sein. In der Frucht, speziell in den Scheidewänden und Samen, ist die Menge an Capsaicin mit 0,3 bis 0,5 Prozent relativ hoch. Dieser Stoff ist verantwortlich für das teils scharfe Aroma der Chilis.

Gibt es unterschiedliche Peperoni?

Ja. Eine Besonderheit der Peperoni besteht darin, dass sie dem Essen nicht einfach Schärfe verleiht, sondern ein breites Spektrum an Geschmacksnoten besitzt. Getrocknete Peperoni werden gemahlen und zu Paprikapulver verarbeitet. Die Peperoni-Varianten haben unterschiedliche Schärfegrade, sie reichen von edelsüß bis scharf.

Wo liegen die biologischen Gemeinsamkeiten?

Obwohl die Früchte der Paprikapflanze im Alltag Schoten genannt werden, ist diese Bezeichnung nicht korrekt. Stattdessen handelt es sich aus botanischer Sicht um Beerenfrüchte.

Gemein ist den meisten Paprikas, dass in ihnen der Aromastoff Capsaicin zu finden ist. Je mehr Capsaicin, desto schärfer. Der Stoff selbst ist zwar geschmacklos, auf der Zunge löst er jedoch eine Reizwirkung aus und Menschen spüren Hitze und Schmerz.

Auch der Aufbau der Früchte ist prinzipiell bei allen Sorten gleich. Sowohl die süßen Gemüsepaprika als auch die feurigen Jalapeños hängen mit ihrem Stiel am Strauch. Aus der befruchteten Blüte entwickelt sich die Paprika.

Die Scheidewände unterteilen die Frucht in mehrere Kammern und machen sie stabil. Im Hohlraum befindet sich die Plazenta mit den Samen darauf. Sie ist etwa zehn Zentimeter lang, kann aber auch bis zu doppelt so lang werden.

Die Früchte sind zunächst grün, können sich aber je nach Sorte während der Reife über gelb und orange bis hin zu einem leuchtenden Rot verfärben.

Wie zeigen sich die biologischen Unterschiede?

Die Unterschiede zwischen Peperoni und anderen Chilisorten können Verbraucher aufgrund der engen biologischen Verwandtschaft der Früchte zuerst nicht leicht erkennen. Hauptsächlich unterscheiden sie sich jedoch in ihrer Größe, denn mit einer Länge von bis zu 20 Zentimetern sind Peperoni deutlich länger als andere Chilisorten. Wer die Früchte eingelegt oder getrocknet kauft, kann meist einfach am Etikett ablesen, um welche Sorte es sich handelt.

Neben den optischen Merkmalen ist der Anteil des Aromastoffs Capsaicin in den meisten Chilisorten relativ hoch, weshalb sie auch mitunter sehr scharf schmecken. Die Peperoni hingegen ist eine milde Chilisorte, die verschiedene Geschmacksnoten und Schärfegrade hat.

Wie wirken sich die Unterschiede später beim Essen aus?

Diese geschmacklichen Unterschiede wirken sich auf die Verwendungsweise der Chilisorten in der Küche aus. Zwar werden alle zum Würzen von Nahrungsmitteln genutzt, je nach Schärfegrad werden sie allerdings anders verarbeitet.

Die milden Peperoni werden eingelegt oder zur Gewinnung von Paprikapulver genutzt, das nicht nur scharf, sondern auch süßlich schmecken kann. Kleine, scharfe Chilis werden manchmal klein geschnitten oder gehackt und dann dem Essen beigemischt.

Manchmal werden sie aber auch gemahlen, um Chilipulver und Cayennepfeffer herzustellen. In beiden Fällen gilt es, vorsichtig zu sein, denn die teils extreme Schärfe der Früchte, die übrigens in der Einheit Scoville gemessen wird, kann für Menschen auch gefährlich werden. Wer scharfe Chilis verarbeitet, sollte daher Handschuhe anziehen und anschließend seine Hände gründlich reinigen.

Verwendete Quellen:

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