Regionale Superfoods: Heimische Alternativen zu Chia, Acai & Co.

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Kohl, Rote Bete und Co. klingen vielleicht nicht so cool wie Chia oder Goji, aber diese deutschen Superfoods stehen den ausländischen Exoten in Sachen Nährstoffen in nichts nach.

Warum zur gefriergetrockneten und importierten Goji-Beere greifen, wenn doch auch hierzulande rote und schwarze Johannisbeeren wachsen? Diese können Sie frisch genießen: Das ist gesünder, kalorienärmer, kostengünstiger und besser für die Umwelt. Schwarze Johannisbeeren haben sogar mehr Vitamin C als Goji-Beeren.
Anthozyane sind Pflanzenfarbstoffe, die unter anderem die Acai-Beere so gesund machen. Doch bei uns bekommt man Acai meist nur getrocknet oder als Pulver und zu teuren Preisen. Greifen Sie doch einfach zu Blaubeeren. Die gibt es günstig, frisch und regional zu kaufen und sie stecken ebenfalls voller Antioxidantien und Vitamine.
Nicht nur die Powermischung aus Kalzium, Kalium, Magnesium, Folsäure, Eisen und Vitamin C macht Rote Bete zum Superfood, sondern auch der sekundäre Pflanzenstoff Betain. Dieser sorgt für eine bessere Verdauung und Entgiftung, steigert aber gleichzeitig die Serotoninausschüttung. Sprich: Die Knolle ist ein echter Stimmungsmacher!
Was wurde Chia in den letzten Jahren als Superfood verehrt! Dabei haben wir ein heimisches Äquivalent: Leinsamen. Diese enthalten sogar noch mehr Omega-3-Fettsäuren als Chia und stecken zudem voller wertvoller Ballaststoffe.
Rotkohl gehört immer noch zu den eher uncoolen Gewächsen, die als Omas Hausmannskost abgestempelt werden. Doch wie so oft sollten wir auf die Großmutter hören: Rotkohl enthält dieselben Antioxidantien wie die Acai-Beere und wirkt wie ein Jungbrunnen für unsere Zellen. Und noch ein Kohl ist ein heimisches Superfood ...
Die sekundären Pflanzenstoffe sowie viele Vitamine und Mineralstoffe machen Grünkohl zu einem Superfood, das auch perfekt einem Smoothie beigemischt werden kann. Das in großen Mengen enthaltende Vitamin K hilft unter anderem bei der Blutgerinnung sowie dem Knochen- und Zellwachstum.
Wal- und Haselnüsse oder deren Öl liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren sowie unter anderem das "Anti-Aging-Vitamin" E. So können sie es locker mit importierten Avocados oder Moringa (das hierzulande meist nur als Pulver erhältlich ist) aufnehmen. Nüsse enthalten außerdem viel Eisen und Zink.
Als Eisenspender bekannt (wenn auch weniger, als lange gedacht), kann sich Spinat auch durch seinen hohen Anteil an Vitaminen (A und K) als Superfood behaupten. Gemixt mit Äpfeln und grünem Tee kann man sich so das teure Matcha-Pulver sparen.
Das Sprichwort "An apple a day keeps the doctor away" gibt es nicht grundlos: Äpfel stecken voller Vitamine und Ballaststoffe und haben einen hohen Anteil an Flavonoiden. Diese unterstützen zum Beispiel die körpereigenen Abwehrkräfte und sollen sogar krebsvorbeugend wirken.
Staudensellerie steckt voller zellschützender Stoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Da braucht man wirklich keine Acai-Beeren! Wir können das Power-Gemüse meist frisch genießen - ob als Smoothie-Bestandteil, roh oder gedünstet. Sellerie kann den Blutdruck senken, hilft bei rheumatischen Beschwerden und unterstützt die Verdauung.
Haferflocken enthalten neben Eisen und Zink auch Eiweiß, Phosphor und Kalzium (Knochenstärker), viele Vitamine und Mineralstoffe sowie die wichtigen Ballaststoffe Cellulose und Pektin, die unter anderem vor Darmkrankheiten schützen. Das perfekte Frühstück also, das gut mit anderen Superfoods wie Nüssen, Samen und Früchten kombiniert werden kann - da braucht es kein Quinoa.
Die grünen oder weißen Stangen sind im Frühjahr frisch vom Feld Gesundheit pur: kaum Kalorien und voller Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Dazu pusht Spargel den Stoffwechsel, wirkt entwässernd, entgiftend, zellreinigend und antioxidativ. Mit eisenreicher Kresse oder Petersilie garniert - und Moringa kann einpacken.