Affogato, Kaffee, Kaffeespezialitäten, Espresso, Eis, Vanilleeis, Dessert
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Bei uns ist der Kleine als Espresso bekannt, in seinem Heimatland Italien wird er ganz einfach Caffè genannt. Zubereitet wird er in einer Siebträgermaschine: Unter hohem Druck werden etwa 25 Milliliter heißes Wasser durch sehr fein gemahlene Bohnen (etwa sieben Gramm) gepresst. Dabei lösen sich ätherische Öle, die für den so typisch intensiven Geschmack verantwortlich sind.
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Wer Espresso mag, freut sich umso mehr über einen Espresso Doppio. Hierbei handelt es sich um einen doppelten Espresso. Und zwar tatsächlich um zwei Espressi und nicht nur um einen mit der doppelten Menge Wasser verlängerten Espresso. Wenn Sie das wollen, ...
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... dann bestellen Sie einen sogenannten Lungo. Dies heißt übersetzt: lang. Bei einem Lungo läuft die doppelte Menge Wasser durch die gleiche Menge an Pulver. Somit ist das Getränk insgesamt dünner. Allerdings hat ein Lungo einen höheren Koffeingehalt, da eine längere Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffeepulver besteht.
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Noch "länger" als ein Lungo ist der Caffè Crema. Hier wird die gleiche Kaffeepulvermenge mit etwa 125 Millilitern Wasser durchzogen. Für einen Caffè Crema eignen sich heller geröstete Bohnen besser, sonst ist das Ergebnis sehr bitter.
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Ein Americano ist quasi ein verwässerter Espresso. Die Wassermenge orientiert sich am individuellen Geschmack: Das zusätzliche Wasser läuft dabei nicht wie bei einem Caffè Crema durch das Kaffeepulver, sondern wird in den fertigen Kaffee gegeben.
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Bei einem Americano wird die gewünschte Menge heißen Wassers auf einen Espresso oder einen Doppio gegossen. Der Name verrät den Ursprung: Als im Zweiten Weltkrieg US-Soldaten in Italien stationiert waren, entstand die Idee zum Americano. Da den Amerikanern der Espresso zu intensiv schmeckte und Filterkaffee in Italien nicht verbreitet war, wurde Espresso mit heißem Wasser vermischt.
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Der Ristretto ist der kleine Bruder des Espresso und kommt mit gerade mal 15 Millilitern Wasser aus - auf ebenfalls sieben Gramm Pulver. Der Ristretto ist geschmacklich somit das intensivste Kaffeegetränk, aber am wenigsten bitter. Die Bitterstoffe kommen bei der kurzen Extraktionszeit gar nicht erst zum Vorschein.
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Mokka, oder auch Türkischer Kaffee, ist das Ergebnis der ältesten Art, einen Kaffee zu kochen. In einem langstieligen Kännchen wird sehr feines Kaffeepulver mit Wasser und Zucker aufgebrüht und inklusive Kaffeesatz in kleinen Tassen serviert.
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Eine österreichische Spezialität ist der Kapuziner: ein Mokka mit ein wenig fast noch flüssiger Schlagsahne, die man in Österreich übrigens Schlagobers nennt. Durch das Hinzufügen der Sahne soll der Mokka die Farbe einer Kapuzinerkutte annehmen. Gemeint sind die Kutten des Kapuzinerordens der römisch-katholischen Kirche, der in diesem Fall als Namensgeber fungiert.
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Die Kombination aus Kaffee und aufgeschäumter Milch ergibt köstliche Heißgetränke. Je nach Herkunftsland und Verhältnis zwischen Kaffeemenge, heißer Milch und Milchschaum gibt es unterschiedliche Benennungen.
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Ein Cappuccino etwa besteht aus einem Drittel Espresso und zwei Dritteln Milchschaum, serviert in einer Tasse mit passender Untertasse. Der Espresso wird als erste Komponente direkt in die Tasse gebrüht. Anschließend wird vorsichtig der Milchschaum in die Tasse gegossen, sodass die Crema des Espresso einen Rand zwischen Tasse und Milchschaum bildet.
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Ein Latte Macchiato besteht ebenfalls aus einem Espresso und Milch. Allerdings wird dieses Getränk in einem hohen Glas serviert und die Milchmenge ist größer als beim Cappuccino.
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Damit beim Latte Macchiato die typischen drei Schichten entstehen, gießt man zuerst heiße Milch und dann Milchschaum in ein Glas. Erst danach kommt der Espresso hinzu. Damit der Milchschaum nicht zerstört wird, muss der Espresso in einem dünnen Strahl eingefüllt werden. Idealerweise schwimmt so der Espresso über der heißen Milch und unter der Schaumkrone.
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Eine weitere Spezialität aus Espresso und Milch ist der Flat White. Die Besonderheit in der Zubereitung liegt hier in dem nur leichten Aufschäumen der Milch, sodass sie beinahe noch flüssig ist. Zudem ist mehr Kaffee drin - ein doppelter Espresso nämlich.
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Wenn Sie Ihren Espresso mit nicht ganz so viel Milch genießen möchten, dann bestellen Sie einen Espresso Macchiato. Bei dieser Variante werden auf einen Espresso zwei bis drei Teelöffel Milchschaum gegeben. In Italien nennt man ihn Caffè Macchiato oder einfach nur Macchiato.
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Wenn Sie einen Milchkaffee bestellen, dann erhalten Sie in der Regel ein Heißgetränk, das zur Hälfte aus (Filter-)Kaffee und zur Hälfte aus heißer Milch mit eventuell einer Krone aus Milchschaum besteht. Serviert wird der Milchkaffee meist in einer großen Tasse mit Henkel.
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Das französische Pendant zum Milchkaffee ist der Café au Lait. Filterkaffee und heiße Milch werden zu gleichen Teilen gleichzeitig in eine große henkellose Schale eingegossen.
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Ein italienischer Caffè Latte ist nicht - wie fälschlicherweise viele denken - die italienische Variante des Milchkaffees. Statt Filterkaffee wird bei einem Caffè Latte in der Regel ein doppelter Espresso mit heißer Milch aufgegossen.
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Wenn Sie in Spanien einen mit Milch und etwas Milchschaum verlängerten Espresso trinken möchten, dann bestellen Sie einen Cortado. Die Menge an Espresso und heißer Milch stehen im Verhältnis eins zu eins. Serviert wird der Cortado traditionell in einem kleinen Glas.
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Natürlich darf auch der Irish Coffee nicht fehlen. Brauner Zucker wird in einem milden Whiskey karamellisiert und anschließend mit heißem Filterkaffee aufgegossen. Serviert wird er mit einer Sahnehaube. Kleiner Tipp: Finden Sie die Kaffeespezialität nicht auf der Kaffeekarte, befindet sie sich wahrscheinlich aufgrund des Alkohols bei den Cocktails.
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Wer es süß und eisgekühlt mag, sollte bei der nächsten Gelegenheit zum Café Frappé greifen, einer griechischen Kaffeespezialität. Instantkaffee wird zusammen mit Wasser, Eiswürfeln und bei Bedarf Zucker gemixt oder geschüttelt, sodass das Getränk abkühlt und leicht schaumig wird. Anschließend bei Bedarf mit Wasser, Milch oder Sahne auffüllen.
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Einzigartig unter den Kaffeespezialitäten ist der Cold Brew Kaffee, denn dieser kommt niemals mit heißem Wasser in Berührung. Mit kaltem Wasser übergossen, weicht das Kaffeepulver mehrere Stunden ein und wird anschließend gefiltert. Servierbereit ist der Cold Brew Kaffee nach Zugabe von Eiswürfeln.
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Dem Cold Brew Kaffee optisch und auch in der Zubereitung sehr ähnlich ist der Iced Coffee. Allerdings übergießt man die Eiswürfel im Glas mit warmem und nicht kalt zubereiteten Espresso. Es gibt zahlreiche Variationen des Iced Coffee: Man kann ihn mit Milch genießen, mit Sirup verfeinern oder mit Schokostreuseln genießen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
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Eine Kaffeespezialität, die in keiner Eisdiele fehlen darf: der Eiskaffee. Inhalt ist ein abgekühlter, aber zuvor heiß aufgegossener Filterkaffee zusammen mit Vanilleeis oder einer anderen Eissorte. Obendrauf kommt aufgeschlagene Sahne, die oft mit Schokotopping wie Streuseln oder Sirup verziert ist.
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Zu guter Letzt handelt es sich beim Affogato strenggenommen nicht um eine Kaffeespezialität, sondern um eine Süßspeise - weshalb er in der Speisekarte oft unter den Desserts zu finden ist. Der Affogato besteht aus einem heißen Espresso, der zusammen mit einer Kugel Vanilleeis serviert wird.